Limfjord: Bootssportparadies zwischen den Meeren

Limfjord: Bootssportparadies zwischen den Meeren

 

 

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1.500 km² Wasserfläche und 1.000 Kilometer Uferlinie erstrecken sich zwischen Hals am Eingang zum Kattegat und Thyborøn am Skagerak. Dazwischen wird der Bootssportler von unberührter Natur, fast 100 Inseln und einer typisch dänischen Gemütlichkeit begrüßt. Der Limfjord eignet sich für einen entspannten Bootsurlaub, egal ob man lieber Sightseeing macht oder die Stille und Weite Jütlands genießen möchte. Etwa 40 Häfen warten in diesem abwechslungsreichen Revier darauf, erkundet zu werden.

Schmale und breite Passagen

Während im Osten, zwischen Hals und Aalborg ein eher flussartiges, rund 30 Kilometer langes Teilstück, dem Langerak, zu passieren ist, öffnet sich der Sund zum Westen hin bis Løgstør und geht anschließend in die Løgstør-Brendning über, einer etwa 50 mal 60 Kilometer breiten Wasserfläche mit seinen Inseln Livør, Mors, Fur, Venø und Jegindø. Im Westen wartet schließlich die Nissumer Breite (Nissum Bredning) die etwa 30 Kilometer lang und 15 Kilometer breit ist und in Thyborøn in die Nordsee mündet.

Die direkte Strecke von Ost nach West beträgt etwa 155 Kilometer und kann in drei Tagen bequem gefahren werden. Es rät sich aber, sich mindestens eine Woche Zeit zu lassen, um die Gegend zu erkunden. Sogar ein zweiwöchiger Törn wird hier nicht langweilig und bietet viel Abwechslung.

Brücken und Fähren

Zwischen Hals und Thyborøn gibt es ingesamt sieben Brücken. Diese öffnen auf Anforderung per Funk oder Flaggensignal Flagge N. In der Regel sind die Wartezeiten unerheblich. Die meisten Brücken öffnen von Mai bis Ende September zwischen 5 bis 21 Uhr. Lediglich an der Limfjordsbroen in Aalborg, wo der starke Straßenverkehr absoluten Vorrang genießt, brauchen Skipper manchmal viel Geduld. Zwar öffnet sie in der Regel immer zur vollen Stunde, es gibt jedoch Ausnahmen. Die nächste Öffnungszeit wird immer an der Brücke angezeigt. Eine Öffnung außerhalb der Öffnungszeiten kann über VHF 16 mit dem Brückenwärter abgestimmt werden.

In jedem Fall sollte sich jeder Skipper vor Fahrtantritt über die Öffnungszeiten und Durchfahrtregeln informieren.

Besondere Beachtung sollte man auch den zahlreichen Pendelfähren schenken, die man überall auf dem Limfjord findet und die einem dort öfter mal den Weg kreuzen.

 

 

Danebrog

Hals Bådelaug

Hals Kreuzfahrtschiff in Hals

Direkt am Ostende des Limfjords befindet sich Fischerei- und Lotsenhafen Hals, der Liegeplätze für 150 Sportboote und Yachten bis 4 Meter Tiefgang besitzt. Bei der Einfahrt, auch in den Limfjord, kann es je nach Windrichtungen und Wasserständen zu deutlicher Strömung kommen, die stets beachtet werden sollte.

Hals ist ein sehr betriebsamer Hafen, der ein idealer Ausgangspunkt für den Törn vom Kattegat in den Limfjord ist. Direkt am Hafen befinden sich zahlreiche Servicebetriebe, zahlreiche Geschäfte, Restaurants ein großer Supermarkt und ganz in der Nähe ein schöner Badestrand.  Zentral gelegen ist das große Hafengebäude mit Sanitäreinrichtungen, Aufenthaltsräumen und einer Gemeinschaftsküche.

In Hals ist wegen der vielen Fischerboote, Yachten, Fähren und Lotsen immer viel Betrieb, der seemännischen Flair versprüht. Das nahe gelegene Aalborg zieht häufig auch Kreuzfahrtschiffe an, deren Ein- und Auslaufen man in Hals vom Hafen aus beobachten kann

 

 

Aalborg

In der sehenswerten Stadt Aalborg, der viertgrößten Stadt Dänemarks, ist ein zentral gelegener, citynaher Liegeplatz fast immer erwünscht. Da kommt der Aalborger Sportboothafen (Lystbådehavn) gerade recht. Der mitten in der Stadt liegende Hafen besteht aus zwei Teilen: dem Vestre Bådehavn und Skudehavnen. Gäste sind in beiden Häfen willkommen. Der Hafen verfügt über eine gute Ausstattung, ein Supermarkt ist ganz in der Nähe, sowie Bootszubehör und ein Werftbetrieb.

Falls der Sportboothafen wegen seiner sehr guten Lage in der Hauptsaison überfüllt sein sollte, bietet sich mit der Marina Fjordparken eine gute Alternative nur ein kleines Stück weiter westlich an. Hier finden weitere 400 Sportboote Platz. Gleich daran angeschlossen ist der neue Vestre Fjordpark, ein riesiges, neugestaltetes Areal mitten in der Stadt, in dem man verschiedenen Freizeitaktivitäten nachgehen kann, Besonders beliebt bei Kindern ist das Freibad sowie die zahlreichen Spielplätze.

Für den Besuch der 117.000 Einwohner zählenden, dänischen Großstadt sollte man sich etwas mehr Zeit nehmen. Daher bietet es sich an, hier z.B. Schlechtwetterphasen zu verbringen. Aalborg bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten, viele Geschäfte, Freizeitparks, eine große gastronomische Auswahl und eine sehr belebte Kulturszene mit vielen Veranstaltungen.

Wer mit Kindern unterwegs ist, für den bietet sich natürlich ein Besuch des Schlosses an. In unmittelbarer Nähe befindet sich die neu gestaltete „Hafenfront“, mit einer sehr futuristisch-maritim anmutenden Badeanstalt, die in den Fjord gebaut wurde. In dem modernen Neubaugebiet finden sich weitere Geschäfte und Restaurants.

Aalborg Aalborg

Nibe

Nibe ist ein kleiner Ort, etwa 20 Kilometer westlich von Aalborg. Der große Hafen bietet Liegeplätze für etwa 300 Sportboote. Die gut betonnte Fahrrinne im Nebenarm des Limfjords „Nibe Brendning“ zum Hafen wird stets auf eine Tiefe von 2,50 Meter ausgebaggert. Der Hafen ist ein sehr belebter Ort, von kleinen Ferienhäusern umgeben und bietet eine gute Infrastruktur. Eine Besonderheit ist der Swimmingpool im Hafenbecken. Wer länger in Nibe bleibt, braucht am vierten Tag seines Aufenthaltes kein Liegegeld bezahlen.

Nibe ist eine kleine, etwa 5.000 Einwohner zählende Stadt mit Dorfcharakter, engen Gassen und dem Charme eines ehemaligen Fischerdorfes. Hier findet man fußläufig mehrere Supermärkte, Cafés, Restaurants sowie ein Museum. Besonders beliebt bei Besuchern ist das reichhaltige Frühstücksbüffet (Frokost) im Café am Markplatz, welches in der Saison jeden Samstag stattfindet.

Fischer Limfjord

Løgstør

Limfjordmuseum Limfjordmuseum ©Hubertus - CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6498000

Etwa 50 Kilometer westlich von Aalborg öffnet sich der Limfjord zur Løgstør-Brendning, einer riesigen wasserfläche mit verschiedenen Inseln. Der Ort, der der Breite ihren Namen gab, ist das nächte Törnziel: Løgstør. Hier bietet sich der stillgelegte Frederik-VII.-Kanal an der nun als Yachthafen dient. Angelegt wird längsseits, in der Hauptsaison häufig im Päckchen, weil die Liegeplätze hier begehrt und rar sind. Yachten bis 18 Meter Länge und 2,50 Tiefe können hier festmachen. Die Infrastruktur ist gut, es sind ausreichend Stromanschlüsse vorhanden. Die Sanitäranlagen befinden sich im Gebäude des ansässigen Segelclubs, in dem auch ein Restaurant beheimatet ist.
Nordöstlich davon gibt es noch ein zweites Hafenbecken mit Boxen, welcher allerdings fast immer belegt ist.

Løgstør ist ein alter Fischerort, der sich wegen der Muschelfischerei den Beinamen „Muschelstadt“ zugelegt hat. Der Stadtkern besteht aus alten, typischen Fachwerkäusern und bietet alle Möglichkeiten der Versorgung. Wer im Spätsommer herkommt, kann dem Start der Regatta „Limfjord Rundt“ beiwohnen, an der ausschließlich klassische Holzboote teilnehmen.
Im Frühjahr findet das große Muschelfest statt, bei dem die Freigabe des Verzehrs von Muschelfleisch gefeiert wird.
Besuchenswert ist das nahe gelegene Limfjordmuseum mit angeschlossenem Museumshafen. Die alte Drehbrücke, die außer Betrieb ist,m wird einmal wöchentlich für Touristen geöffnet.

Umrundung der Insel Mors

Mors ist die größte Insel im Limfjord. Fährt man die Strecke One-Way, stellt sich dem Skipper die Frage, ob sie nördlich oder südlich umrundet werden soll. Wir empfehlen die südliche Tour, da auf diesem Weg mit Nykøbing Mors und Lemvig zwei schöne Törnziele auf der Strecke liegen. Oben herum bietet sich dagegen mit Thisted ein moderner, eher urbaner Hafen an.

Macht man dagegen eine klassische Limfjord-Rundfahrt, wählt man für Hin- und Rückfahrt einfach den jeweil anderen Weg.

Segelboot

Nykøbing Mors

Nykøbing Mors Nykøbing Mors ©visitmors.dk

Es gibt in Dänemark gleich mehrere Orte mit dem Namen Nykøbing. Der Zusatz „Mors“ zeigt, wo dieses Nykøbing liegt: Auf der Insel Mors, mitten im Limfjord. Den großen Yachthafen erreicht man durch die betonnte Fahrrinne des Salling Sunds, die Ansteuerung ist problemlos. Man sollte jedoch stets Ausschau auf die vielen Muschelkutter halten, die im Hafen ihre Basis haben. Der Yachthafen liegt sehr zentral mitten in der Stadt und bietet ausreichend Platz auf für größere Yachten.

Die Insel Mors gilt als echtes Ferienparadies und bietet ein entsprechend großes Angebot an Freizeitaktivitäten und Veranstaltungen. Interessant für Kurzbesuche ist sicher das Historische Museum im alten Kloster, in welchem sich der Besucher über die Geschichte der Region und der Stadt informieren kann. Auch Nykøbing Mors war früher eine reine Fischerstadt, industrialisierte sich jedoch im Laufe der Zeit immer mehr. Die 9.000 Einwohner zählende Stadt verfügt über ein breites gastronomisches Angebot und über viele Geschäfte, Kunsthandwerksläden und Supermärkten. In der Altstadt sind auch einige der alten Fischerhäuser erhalten.

Lemvig

Die große, gut ausgebaute Hafenanlage „Gamle Havn“ (Alter Hafen) von Lemvig teilt sich in zwei Becken, dem West- und dem Osthafen. Der Osthafen ist der Fischerei und der Berufsschifffahrt vorbehalten. Im westlichen Teil finden auch größere Sportboote einen Platz. Die Anlage verfügt über eine ausgesprochen gute Infrastruktur wie Bootsservice, Fahrradverleih, Hafenrestaurant, Tankstelle und vieles mehr.

Nördlich davon befindet sich mit der Marina Lemvig eine weitere, gute Möglichkeit für Yachten, um Lemvig einen besuch abzustatten

Die Kleinstadt am Südufer des Limfjords hat etwa 7.000 Einwohner. Einkaufsmöglichkeiten sind fußläufig erreichbar.

Eine besondere Sehenswürdigkeit ist der Planetepfad am Stadtrand, einem Skalamodell unseres Planetensystems im Maßstab 1: 1 Milliarde. Auf dem Pfad sind maßstabsgetreu die Sonne und ihre umgebenden Planeten mit Statuen aus Granit und Bronze dargestellt.

Thyborøn

Thyborøn Thyborøn

Thyborøn liegt am westlichen Ende des Limfjords , wo der Sund schließlich die Nordsee erreicht. Die riesige Hafenanlage steht ganz im Zeichen von Fischerei und Berufsschifffahrt und versprüht ein ausgesprochen seemännisches Flair. An der Nordseite des Fischereihafens befinden sich die Liegeplätze für Yachten. Hier treffen sich Schutz suchende Hochseeyachten von der Nordsee kommend mit Familiencrews, die es auf dem Fjord eher gemächlich angehen lassen. Im Hafen und der Anlage herrscht deshalb auch immer recht viel Verkehr und Trubel.

Thyborøn bietet seinen Besuchern viel Abwechslung. Natürlich verfügt der Ort über einen für die dänische Nordseeküste schönen Badestrand, an dem man auch den Schiffsverkehr von der Nordsee kommend gut beobachten kann. Beliebt ist auch die Fischhalle direkt am Hafen, bei der man sich mit frischem Fisch oder auch mit einem Imbiß versorgen kann. Zahlreiche Museen, Geschäfte, Supermärkte und Cafés laden zu einem Stadtbummel ein.

 

Thisted

Thisted liegt nördlich der Insel Mors und bietet sich an, auf der Rücktour der Fjordumrundung besucht zu werden. Waren die bisher besuchten Orte und Häfen eher dänisch hyggelig (gemütlich) oder hatten das Flair eines Fischerortes, ist Thisted eher eine moderne Stadt mit einem zentral gelegenen Yachthafen, dessen neueren Bereich man schon als leicht mondän bezeichnen kann, was sicher an der neugestalteten, sehr modernen Hafenpromenade liegt. Im hinteren Teil des Hafens geht es dann eher wieder typisch dänisch mit großen Holzdalben zu.

Der Hafen verfügt über ausreichend Platz auch für größere Yachten und liegt sehr zentral mit guten Einkaufsmöglichkeiten. Direkt an der Hafenpromenade befindet sich ein Restaurant, dessen Terrasse eine schöne Aussicht über den Hafen und sein Treiben bietet.

Limfjord Geschütztes Revier

Treiben lassen und entdecken

Viele Segler nutzen den Sund, um eine Tour rund Jütland zu machen. Das ist übrigens erst seit 1825 möglich, als eine Sturmflut einen „Sandpfropfen“ aufgerissen hat, der bis dahin die Verbindung zur Nordsee schloss. Jütland rund, vor allem mit der Umrundung des Kaps von Greenen bei Skagen ist ein Erlebnis, wenn man von der Nordsee in die Ostsee fährt. Jedoch eignet sich der Limfjord auch für einen langen Sommertörn. Die über 40 Häfen bieten viel Abwechslung und es gibt viele Buchten, Inseln und Orte zu entdecken. Vor allem Familien mit Kindern, die eher in geschützten Revieren bleiben wollen, kommen auf ihre Kosten. Nahezu alle Häfen bieten eine gute Versorgung und da der Fjord ein beliebtes Ferienziel auch für Landurlauber ist, sind die Freizeitangebote groß. Hier lassen sich auch Schlechtwettertage aushalten.

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