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Seemannssprache: Die wichtigsten seemännischen Begriffe und Wörter

Die wichtigsten seemännischen und nautischen Begriffe erklären wir in unserem Lexikon. Von A wie Abbringen bis Z wie Zeising.

Seemannssprache und nautische Begriffe gibt es schon fast so lange, wie es die Seefahrt selbst gibt. Viele der seemännischen Begriffe sind auch heute noch im Einsatz. In unserem Segellexikon haben wir die wichtigsten, heute noch üblichen Wörter und Begriffe zusammengefasst.

Die Entwicklung der Seemannssprache hing schon immer eng mit der Geschichte der Seefahrt zusammen. Letztere gibt es bereits seit ca. 120.000 Jahren, als bereits in der Altsteinzeit die ersten Menschen mit einfachen und kleinen Booten auf den Meeren unterwegs waren. Vor etwa 5.000 Jahren begannen die Ägypter, erste Segelboote zu bauen und in China entstanden mit den Dschunken im 2. Jahrhundert die ersten seetüchtigen Segelschiffe.

Europa erlebte den Höhepunkt der Seefahrt etwa vom 15. bis zum 17. Jahrhundert, als vom heimischen Kontinent aus die Welt entdeckt wurde. In dieser Zeit entstanden viele maritime Begriffe der klassischen Seefahrt. Auch heute sind viele nautische Begriffe der Seemannsprache gebräuchlich, egal ob Ausdrücke für die Navigation, Begriffe für Segelmanöver oder Bezeichnungen der Ausrüstung an Bord.

In unserem Segellexikon haben wir die wichtigsten, noch heute üblichen seemännischen Begriffe, alphabetisch aufgelistet.

Die wichtigsten Begriffe aus der Seemannsprache von A bis Z

Abbringen

Wenn ein Schiff aus Grund gelaufen ist, wird das Befreien des Schiffes aus dieser Situation als Abbringen bezeichnet.

Abdrift

Durch Wind verursachte, seitliche Versetzung eines Schiffes

Abfallen

Eine Kursänderung, Wegdrehen des Bugs von der Richtung, aus der der Wind kommt, also nach Lee.

Abflauen

Der Wind nimmt bis zur Flaute ab.

Ablandig, ablandiger Wind

Der Wind weht vom Land aus auf die See.

Ablenkung

Ungenauigkeit eines Kompasses durch elektromagnetische Felder oder Metalle

Abschlagen

Ein Segel vom Baum oder Mast entfernen.

Abtakeln

Das gesamte Rigg, also Mast, Segel, Fallen, Schoten, Wanten und Stagen werden vom Boot genommen.

Abwettern

Taktik, um bei stürmischem Wetter nicht in Seenot zu geraten, wie durch ankern, beiliegen oder mit Sturmbesegelung vor dem Wind treiben.

Achtern

Der hintere Bereich eines Schiffes, wie zum Beispiel das Achterdeck

Achterliek

Die hintere "Kante" eines Segels

Achterstag

Ein Tau oder Drahtseil vom Masttopp zum Heck. Mit dem Achterstag wird verhindert, dass der Mast nach vorne umfallen kann, außerdem wurde das Achterstag zum Trimmen des Masts (Mastbiegung) benutzt.

Anemometer

Ein Windmessgerät

Anker

Ein schwerer Metallhaken mit meistens mehreren Flunken, der an einer Kette oder Leine auf den Grund gelassen wird, um das Boot zu "parken"

Ankerlieger

Ein Boot vor Anker

Anluven

Eine Kursänderung, Annäherung des Kurses zu der Richtung, aus der der Wind kommt, also nach Luv.

Antifouling

Unterwasseranstrich mit einer Farbe, die das Boot vor Bewuchs wie Muscheln, Pocken und anderem schützt.

AIS

Elektronisches Erkennungssystem für die Schifffahrt, AIS = Automatic Identification System

Amwindkurs /Am Wind

Kurs eines Bootes spitz ( um die 40-50°) zur Windrichtung

Anschlagen (Segel)

Befestigen eines Segels am Rigg

Astronomische Navigation

Navigation anhand von Sonne, Mond, Planeten und Sterne

Aufschießen (Manöver)

Das Boot genau in die Windrichtung drehen.

Aufschießen (Leinen)

Tauwerk in Buchten sauber zusammenlegen.

Außenborder

Motor, der am Heckspiegel des Bootes befestigt wird.

Automatikweste

Rettungsweste mit Aufblasautomatik, die bei starkem Wasserkontakt auslöst.

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