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Sicher auf See. Hinweise der DGzRS

Wir haben die wichtigsten Hinweise der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger zum Thema „Sicher auf See“ zusammengestellt.

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Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat in einer Pressemitteilung sowie einem Online-Seminar vor Saisonbeginn viele Hinweise zum Thema Sicher auf See veröffentlicht. Wir haben die wichtigsten Punkte zusammengestellt:

 

Passende Rettungswesten

Rettungswesten sollten grundsätzlich an Bord getragen werden. Wichtig ist es jedoch auch, dass die Rettungwesten zum Träger passen. Die Weste sollte perfekt sitzen und angepasst sein, und das Gewicht des Trägers darf die zulässige Gewichtsangabe der Weste nicht überschreiten, damit sie beim Überbordgehen ausreichend schützt.

Desweiteren weist die DGzRS eindringlich darauf hin, dass die erforderlichen oder vom Hersteller angegebenen Wartungsintervalle eingehalten werden. Einen Beitrag zum Thema Wartung von Rettungswesten finden Sie hier.

Bei schlechtem Wetter und bei Dunkelheit empfehlen die Seenotretter, sich grundsätzlich mit Lifebelt/Sicherungsleine an ausgebrachten Strecktauen anzuleinen, um ein Überbordgehen zu vermeiden.

Navigation und Technik

Laut DGzRS zählen zu den häufigsten Einsatzursachen im vergangenen Jahr Maschinenprobleme (weit über 30%) sowie Grundberührungen (annähernd 30%). Skipper sollten daher sowohl der Navigation und der Wartung und Pflege der Antriebe mehr Beachtung schenken.

Beim Fahren von kleinen Booten ohne Navigationseinrichtungen, wie zum Beispiel offenen Angelkähnen, ist zumindestens die Mitnahme eines herkömmlichen Kompasses empfohlen. Immer wieder kommt es – vor allem im Frühling uns Spätsommer – zu plötzlich auftretenden Seenebel, in dem die Orientierung vollständig verloren gehen kann. Ein Kompass hilft in solchen Situationen weiter. Darauf wurde in dem Online-Event in der vergangenen Woche hingewiesen.

Auch schwimmfähige Handfunkgeräte, die im Handel schon um die 70 Euro zu bekommen sind, werden zu Mitnahme empfohlen, um im Fall der Fälle auch bei nicht vorhandenem Mobilnetz oder durch Wasser defekte Smartphones Hilfe rufen zu können. Ein entsprechendes Funkzeugnis ist hierfür jedoch vom Gesetzgeber erforderlich.

SafeTrx-App

Ein Tool, welches nicht nur in Not geratenen Personen, sondern auch den Rettungskräften extrem hilft, ist die App „SafeTrx“. Oft besteht bei Notrufen das Problem, dass die in Not geratenen Personen nicht wissen, wo sie sind. Das erschwert die Suche und es wird häufig sehr wertvolle Zeit verloren. Wird der Notruf indes über die App abgesetzt, wird der Track übermittelt und die Retter wissen sofort, wo der genaue Einsatzort ist. Auch wenn zeitweise keine Mobilfunkverbindung auf See vorhanden ist, zeichnet die App den Track offline auf. Die DGzRS empfiehlt diese App jedem Boots- und Wassersportler, sogar Wattwanderern.

SafeTrx ist kostenlos für alle gängigen Smartphone-Betriebssysteme erhältlich.

Für Android

Für Apple

Wichtiger Hinweis: Die App ist für Binnenreviere ungeeignet.

Sicherheits-App SafeTrx

Seenotleitung

Die Seenotleitung in Bremen ist durchgehend Tag und Nacht besetzt.  Sie kann wie folgt alarmiert werden:

  • Telefonisch: über die Rufnummer 0421 – 53 68 70
  • Per Funk kann ein Notruf über UKW-Kanal 16 und 70 (DSC) sowie Grenzwelle 2187,5 kHz an die dort integrierte Seenotküstenfunkstelle Bremen Rescue Radio der DGzRS erfolgen. Der Rufname ist BREMEN RESCUE
  • Über die Notruffunktion der SafeTrx-App

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