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Nord-Ostsee-Kanal ab 2027 gebührenfrei

Ab 2027 ist die Durchfahrt durch den NOK kostenlos. Foto: © Pixabay

15.09.2026

Ab 2027 können Skipper den Nord-Ostsee-Kanal kostenlos nutzen. Je nach Bootslänge war bislang eine Befahrensabgabe zwischen 12 und 43 Euro pro Durchfahrt fällig.

Der fast 100 Kilometer lange Nord-Ostsee-Kanal zählt zu einer der wichtigsten Verkehrsverbindungen der deutschen Freizeitschifffahrt. Rund 10.000 Sportboote durchqueren den "NOK" jährlich auf dem Weg von der Nordsee in die Ostsee und umgekehrt. Wer ihn nutzt, spart gegenüber der Fahrt um Dänemark rund 450 Kilometer.

Bislang wurde bei Sportbooten für die Nutzung des Kanals pro Durchfahrt eine Gebühr zwischen 12 und 43 Euro - je nach Bootsgröße - erhoben. Das ändert sich nun: Ab dem 1. Januar 2027 ist die Durchfahrt für Sport- und Freizeitskipper kostenlos möglich, wie das Bundesministerium für Verkehr kürzlich bekanntgab.

"Wir wollen Bürokratie dort abbauen, wo sie den Menschen keinen Mehrwert bringt", so Steffen Bilger, Bundesminister für Verkehr. Neben der Kostenersparnis für Skipper bringe die Abschaffung der Befahrensabgabe auch der Verwaltung eine Entlastung. Der Aufwand für das bisherige Verfahren zur Gebührenerhebung hätte zuletzt laut BMV bereits mehr Aufwand verursacht als Einnahmen. Für die Berufsschifffahrt besteht die Gebührenpflicht weiterhin.

 

Weitere Maßnahmen zum Bürokratieabbau

Der Abschaffung der Befahrensabgabe zugrunde liegt eine neue Verordnung des BMV, die am 14.09.2026 in Kraft getreten ist. Die Verordnung, die vor allem auf einen Bürokratieabbau abzielt, umfasst sieben weitere Vereinfachungen für die Seeschifffahrt.

Dazu zählt etwa die Besetzung von Schiffen unter deutscher Flagge: Künftig könne in bestimmten Fällen von der bisherigen Vorgabe abgewichen werden, dass Kapitäne und Offiziere ausschließlich Unionsbürger sein müssen. Damit wäre auch der Einsatz von qualifizierten Seeleuten aus Drittstaaten möglich, sofern sie in der Europäischen Union ausgebildet wurden oder vom Reeder zusätzliche Ausbildungs- oder Berufseinstiegsplätze auf seinen Schiffen geschaffen werden.

"Unsere maritime Wirtschaft braucht qualifizierte Fachkräfte. Deshalb müssen wir unnötige Hürden abbauen und zugleich dafür sorgen, dass mehr Menschen in die Seeschifffahrt einsteigen können", so Bilger.

Sämtliche Neuerungen der Verordnung im Detail:

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