Touristischer Hauptanziehungspunkt von Havelberg ist der romanische Dom St. Marien aus dem 12. Jh. Die Außenfassade aus Backstein und Naturstein ist wenig dekorativ gestaltet. Im Innern finden sich jedoch viele sakrale Schätze wie etwa das Chorgestühl aus Eichenholz aus der Zeit um 1300, die Kreuzigungsgruppe (um 1300), die Glasmalereien (um 1400) mit Szenen aus dem Leben Christi, eine Sandsteinmadonna (um 1470) u. v. m. Um 1700 entstand der Hochaltar mit dem Abendmahlgemälde.
Das Panorama der Stadt Wittenberge wird durch die vielen Türme geprägt. Der Steintorturm aus dem 13. Jh. mit seinen Zinnen ist das älteste Bauwerk der Stadt. Die zweitgrößte Turmuhr Europas befindet sich am Uhrenturm des ehemaligen Nähmaschinenwerks Singer (erbaut 1929), der architektonisch vom Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit beeinflusst ist. Schließlich gibt es noch den wuchtigen Wasserturm mit seiner Trinkhalle sowie den Turm des neoklassizistischen Rathauses (1912-1914), der im Sommer bestiegen werden kann.
In Rathenow befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Landesgartenschau der Optikpark, der die Besucher spielerisch in die Welt der Optik einführt. Besonderes Highlight sind die begehbaren Farbräume, der Optikspielplatz und die Flößerei. Außerdem empfiehlt sich ein Besuch des Optik-Industrie-Museums und des Flugplatzes Stölln mit der Otto-Lilienthal-Ausstellung. Für Heiratswillige besteht dort sogar die Möglichkeit, sich im Heck einer Interflug-Maschine trauen zu lassen.
Sehenswert ist u. a. die barocke Dorfkirche von 1724, deren Westturm - ein Wehrturm mit Schießscharten - vom romanischen Vorgängerbau aus der Mitte des 13. Jh. stammt. Im Innern der Kirche befinden sich ein geschnitzter Altaraufsatz, die Kanzel von 1610, das Taufbecken aus Sandstein (1603) und die Sandstein- und Holzepitaphe der Familien von der Hagen und Rauchhaupt-Bornstedt aus den Jahren 1759 bzw. 1708. Unter der Patronatsloge steht der um 1769 entstandene prunkvolle Sandsteinsarkophag der Katharina Hedwig von der Hagen. Das Schloss Hohennauen, ein ursprünglicher Fachwerkbau, der später als eingeschossige Dreiflügelanlage mit Wirtschaftsgebäuden umgebaut wurde, ist ebenfalls einen Besuch wert.