Malta

Malta

Malta zählt zu den kompakten, aber anspruchsvolleren Segelrevieren des zentralen Mittelmeers. Der Inselstaat liegt südlich von Sizilien und besteht aus den Hauptinseln Malta, Gozo und Comino. Trotz der kurzen Distanzen zwischen den Inseln ist das Revier wegen seiner offenen Lage, der überwiegend felsigen Küsten und der teilweise begrenzten Zahl gut geschützter Ankerplätze nicht zu unterschätzen.

Das nautische Zentrum des Landes liegt rund um Valletta an der Nordostküste Maltas. Mit dem Grand Harbour und dem Marsamxett Harbour verfügt Malta über zwei der markantesten Naturhäfen des Mittelmeers. Historische Festungsanlagen, moderne Marinas, Werften und dichter Schiffsverkehr prägen dort das Bild. Fähren, Ausflugsschiffe, Frachter und Schnellboote sorgen insbesondere in den Hafenzufahrten für erhöhte Aufmerksamkeit.

Die Küsten Maltas sind überwiegend steil und felsig. Geschützte Naturbuchten und Sandstrände sind vergleichsweise selten. Besonders die West- und Südwestküste wirken rau und ursprünglich, bieten jedoch nur wenige sichere Liege- und Ankermöglichkeiten. Die Nord- und Nordostküste ist touristisch stärker erschlossen und verfügt über mehrere kleinere Buchten, Marinas und Badeplätze. In den Sommermonaten herrscht dort teils reger Ausflugs- und Charterverkehr.

Gozo präsentiert sich deutlich ruhiger und ursprünglicher als die Hauptinsel Malta. Kleine Fischerdörfer, Terrassenlandschaften und steile Felsküsten prägen das Bild. Wichtigster Hafen ist Mġarr an der Südostküste. Viele Buchten rund um Gozo sind landschaftlich reizvoll, allerdings häufig schwell- und wetterabhängig und nicht bei allen Windrichtungen geeignet.

Zwischen Malta und Gozo liegt die kleine Insel Comino. Sie ist nahezu unbewohnt und vor allem wegen der Blue Lagoon bekannt. Das intensive türkisfarbene Wasser macht die Bucht zu einem der beliebtesten Ausflugsziele Maltas. In der Hochsaison ist dort tagsüber mit starkem Ausflugsverkehr zu rechnen. Teilweise bestehen saisonale Einschränkungen und ausgewiesene Badezonen.

Das Revier ist stark vom offenen Mittelmeer geprägt. Wetter und Seegang bestimmen die Törnplanung deutlich stärker, als die kurzen Entfernungen vermuten lassen. Bei auffrischendem Wind kann sich rasch unangenehmer Seegang aufbauen. Besonders außerhalb der stabileren Sommermonate sind aktuelle Wetterberichte und sorgfältige Törnplanung wichtig.

Typisch für Malta sind klare Sichtverhältnisse, tiefblaues Wasser und die Verbindung aus mediterraner Atmosphäre und britisch geprägter Infrastruktur. Historische Hafenstädte, moderne Marinas und felsige Küstenlandschaften liegen oft dicht beieinander und verleihen dem Revier einen eigenständigen Charakter innerhalb des Mittelmeers.

Malta eignet sich besonders für Crews, die kurze Tagesetappen, historische Häfen und ein sportliches Inselrevier schätzen. Wegen der teilweise offenen Küsten, der wetterabhängigen Ankerplätze und des dichten Schiffsverkehrs ist das Revier jedoch nur eingeschränkt als klassisches Einsteigerrevier geeignet.

Besonderheiten

Für den Schiffsverkehr in den maltesischen Territorialgewässern besteht eine Melde- und Teilnahmepflicht am Vessel Traffic Service (VTS), die ausdrücklich auch für Sport- und Freizeitfahrzeuge gilt. Fahrzeuge, die Valletta, Marsaxlokk oder Mgarr anlaufen, müssen sich entsprechend den Vorgaben von Transport Malta rechtzeitig über UKW bei der zuständigen Verkehrszentrale melden; für Valletta erfolgt dies in der Regel über UKW-Kanal 12. Für anlaufende Fahrzeuge sind dabei unter anderem Meldungen vor der Ankunft vorgeschrieben.

Vor Teilen der maltesischen Küste, insbesondere im Südosten Maltas, befinden sich Thunfischfarmen und Fischzuchtanlagen, die nautisch zu beachten sind und nachts beleuchtet werden.

Viele Buchten Maltas und Gozos eignen sich grundsätzlich zum Ankern, allerdings sind Schutz und Haltemöglichkeiten häufig wind- und schwellabhängig. Für die Blue Lagoon bei Comino gelten saisonal teilweise besondere Verkehrs-, Bade- und Ankervorschriften. Ausgewiesene Badezonen, Sperrflächen und Ankerregelungen sind vor Ort unbedingt zu beachten.

Zum Schutz von Badegästen sowie aus Natur- und Umweltschutzgründen bestehen an verschiedenen Küstenabschnitten Maltas Sperr- und Schutzzonen, die von Wasserfahrzeugen nicht oder nur eingeschränkt befahren werden dürfen.

Marinas in diesem Revier

Marina
Bojenfeld
Ankerplatz
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Marina

Msida & Ta' Xbiex Marina

Eine der Hauptattraktionen der maltesischen Hauptstadt Valletta ist die prunkvoll ausgestattete St. John’s Co-Cathedral (1573-77), deren schlichte Fassade nichts von der Pracht im Inneren verrät. Highlight ist das Bild Die Enthauptung des hl. Johannes von Caravaggio (1573-1610) im Oratorium. Eine Besichtigung des eleganten Palace of the Grand Masters gehört ebenfalls zum Pflichtprogramm jedes Malta-Besuchers. Kehrt man der Hauptflaniermeile Republic Street den Rücken, kann man charmante Seitenstraßen und Gassen entdecken, alle geprägt von den typischen maltesischen Balkonhäusern. Auf der St. Paul’s Bastion liegen die üppig mit Blumen und Skulpturen aus dem 19. und 20. Jh. geschmückten Baracca Gardens, die einen hervorragenden Ausblick über den Hafen bieten.
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Marina

Manoel Island Yacht Marina

Das die Halbinsel beherrschende Fort Manoel, 1726 von dem Großmeister António Manoel de Vilhena erbaut, wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und wird derzeit umfassenden Restaurierungsmaßnahmen unterzogen. In Gżira beginnt die berühmte Promenadenstraße The Strand, die von Bars, Läden und Reisebüros gesäumt ist. Von hier aus können auch Ausflüge mit Glasbodenbooten gebucht werden. Die unmittelbar anschließende Touristenhochburg Sliema verbirgt in den Hügeln hinter der Fassade noch typisch maltesische Gassen mit hübschen traditionellen Häusern.
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Wissenswertes

Regeln und Bestimmungen für Malta

Sicherheitsausrüstung

Jeder Skipper sollte dafür sorgen, entsprechend der Bootsgröße und dem Fahrtgebiet ausreichend Rettungsmittel an Bord mitzuführen. Ein gute Unterstützung bei der Zusammenstellung der geeigneten Sicherheitsausrüstung bietet die Übersicht "Empfohlene Mindest- und Sicherheitsausrüstung für Boote und Yachten".

Für Sportboote gelten in Malta die Sicherheitsvorschriften des jeweiligen Flaggenstaats. Behörden, Hafenmeistereien oder Charterunternehmen können zusätzlich eine der Bootsgröße und dem Fahrtgebiet angemessene Sicherheitsausrüstung verlangen. An Bord sollten insbesondere vorhanden sein:

  • Rettungswesten für alle Personen an Bord
  • Geeignete Feuerlöscher
  • Erste-Hilfe-Ausrüstung
  • Anker mit ausreichend Leine oder Kette
  • Navigationslichter
  • Schallsignalmittel
  • Geeignete Seenotsignalmittel entsprechend Fahrtgebiet und Bootsgröße

Für Fahrten außerhalb geschützter Küstengewässer werden zusätzlich empfohlen beziehungsweise häufig vorausgesetzt:

  • UKW-Seefunkanlage
  • Rettungsinsel
  • Radarreflektor
  • aktuelle Seekarten oder elektronische Navigationsmittel
  • EPIRB bzw. persönliche Notsender bei Offshore-Fahrten

Für ausländische Sportboote sind grundsätzlich die Sicherheitsvorschriften des Flaggenstaats maßgeblich. Charterunternehmen können darüber hinaus weitergehende Anforderungen stellen.

Für Signalpistolen gelten die jeweiligen nationalen Waffen- und Transportvorschriften. Beim Mitführen empfiehlt sich der Europäische Feuerwaffenpass. Waffen und Munition sind getrennt und sicher aufzubewahren.

 

Versicherung

Eine Bootshaftpflichtversicherung wird dringend empfohlen und ist bei vielen Marinas, Charterunternehmen oder einzelnen Hafenbetreibern Voraussetzung. Der Nachweis einer gültigen Haftpflichtversicherung kann insbesondere bei Charter oder Langzeitliegeplätzen verlangt werden. Auch der ADAC bietet entsprechende Versicherungen, Mitglieder des ADAC und Inhaber des Internationalen Bootsscheins vom ADAC bekommen Vergünstigungen auf die Versicherungsprämie.

Personaldokumente

Reisepass oder Personalausweis.

Besondere Bestimmungen für Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche müssen einen Kinderausweis, Kinderreisepass oder Personalausweis mitführen. Reisen Minderjährige allein, mit nur einem Elternteil oder mit anderen Begleitpersonen, kann eine schriftliche Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten sinnvoll beziehungsweise im Einzelfall erforderlich sein.

Umsatzsteuer für Boote innerhalb der EU

Bootseigner sollten innerhalb der Europäischen Union Unterlagen zum steuerlichen Status des Bootes mitführen. Dazu zählen beispielsweise Kaufvertrag, Originalrechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer, Zollunterlagen oder andere geeignete Nachweise über die ordnungsgemäße Versteuerung beziehungsweise den zollrechtlichen Status des Bootes.

Insbesondere bei älteren Booten oder bei Eigentümerwechseln kann die Dokumentation des steuerlichen Status schwierig sein. Fehlende Nachweise können bei Kontrollen durch Zoll- oder Hafenbehörden zu Rückfragen führen.

Sportbootführerscheine

Sportbootführerscheine bzw. die entsprechenden Nachweise des Heimatlandes. Für weitere Informationen zu Führer- und Funkscheinen hat der ADAC eine Informationsbroschüre erarbeitet.

Schiffspapiere

Der Internationale Bootsschein (IBS) vom ADAC wird als Registrier- und Eigentumsnachweis anerkannt.

Kfz-Papiere

Führerschein und Fahrzeugschein bzw. Zulassungsbescheinigung Teil I. Internationale Grüne Versicherungskarte empfohlen.

Haustiere

Erforderlich ist der EU-Heimtierausweis. Erforderlich ist die Kennzeichnung des Tieres durch Mikrochip. Es wird eine gültige Tollwutschutzimpfung (Erstimpfung mindestens 21 Tage vor Grenzübertritt) und eine Bandwurmbehandlung mindestens 1 Tag und höchstens 5 Tage vor Reisebeginn benötigt.

Kampfhunde, wie Pitbull Terrier, Japanese Tosa, Dogo Argentino und Fila Brasileiro dürfen nicht eingeführt werden.

Es ist ein Einreiseantrag zu stellen und der Zeitpunkt der Ankunft anzumelden. Dazu sind zwei Formulare "Application form for Pets and Tracking sheet" auszufüllen und spätestens einige Tage vor dem Grenzübertritt an die genannte E-Mail-Adresse zu senden (Bearbeitung nur Mo-Fr). Die Formulare sowie weitere Informationen unter http://www.vafd.gov.mt/pet-travel-scheme.

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