Lohnend ist ein Bummel durch das hoch oben auf einem Hügel gelegene Bormes-les-Mimosas, das sich seinen provenzalischen Charakter bewahrt hat. Bougainvillea, Mimosen und Eukalyptus machen es zum typischen Village Fleuri (Blumendorf). Hier bieten sich schöne Ausblicke auf die Îles dOr und das Meer. Die Altstadt, in der die Straßen durch mehrere überdachte Passagen verbunden sind, liegt unterhalb der Kirche. Schon die Namen der pittoresken, engen Gassen Roumpi-Cou (Halsbrecher) oder Plainte des Anes (Klagelied des Esels) vermitteln eine Vorstellung von ihrer Steile. Sehenswert ist auch die Kirche St-Trophyme, ein romanisch beeinflusster, dreischiffiger Bau aus dem 18. Jh.
Vor Hyères schimmern die drei Îles dOr, die Goldinseln, in den blauen Fluten. Die östlichste der Inseln, Port-Cros, hat Nationalpark-Status und ist ein wahres Naturparadies. Auch Porquerolles mit Weinbergen, Wäldern, schönen Stränden und Klippen ist landschaftlich reizvoll. Hyères, das älteste Seebad der französischen Riviera, ist etwas landeinwärts gelegen. Es beeindruckt durch seine Zuckerbäcker-Architektur der Belle-Époque und den mittelalterlichen Kern um die Place Massillon mit der wehrhaft aufragenden Chapelle St-Blaise (12. Jh.), die der Templerorden errichten ließ. Lohnend ist der Aufstieg durch enge Gassen zur St-Paul-Kirche. Von hier hat man einen schönen Ausblick zu den silbrig glänzenden Pesqiers-Salinen, den Salzgärten der Halbinsel von Giens.