Segeltörn im südlichen Dodekanes: Von Kos nach Rhodos
Der beste Weg, um den südlichen Dodekanes in Griechenland zu erkunden, ist dieser Segeltörn, der von der Insel Kos nach Rhodos führt. Der Buchautor und erfahrene Skipper Ilias Bosdas stellt den Törn vor und verrät, worauf Skipper achten müssen. Törn von Kos nach Rhodos: die wichtigsten Infos in der Übersicht Schwierigkeit : Etwas schwierig Start- und Endpunkt : Kos (oder Rhodos) Dauer : 1 Woche Länge gesamt : 160 sm Durchschnittliche tägliche Törndauer : 5 Stunden Beste Reisezeit : Frühling, Sommer, Herbst Schiffsverkehr : Wenig Worauf achten : Böen auf der Leeseite Medium URL: https://imxplatform-cust-adac.fsn1.your-objectstorage.com/media/DJI_0207.jpg Tag 1: Nisyros Die wichtigsten Eckdaten zur Etappe: Dauer : 3 Stunden Badestopp : Insel Gyali Zielort : Hafen von Pali Must visit : Emporio, Nikia, Mandraki Tipp für die Übernachtung : Insel Gyali Plan B : Insel Gyali Medium URL: https://imxplatform-cust-adac.fsn1.your-objectstorage.com/media/DJI_0191.jpg Die Insel Nisyros Die Vulkaninsel Nisyros ist eine der schönsten und weniger bekannten Inseln in der Ägäis. Als Teil des Dodekanes liegt sie neben Kos und Tilos. Der Handel mit Obsidian war in der Antike der Wirtschaftsmotor der Insel. Das Material wurde von Einheimischen auf der nahe gelegenen Insel Gyali abgebaut, wo noch heute eine Bergbauanlage in Betrieb ist. Der griechischen Mythologie zufolge entstand Nisyros während des Krieges zwischen Göttern und Riesen. Poseidon jagte den Riesen Polyvotis nach Süden bis nach Kos, schnitt einen Teil davon ab und warf ihn auf seinen Feind, der daraufhin für immer auf dem Grund der Ägäis versank. Der legendäre Felsen, auf den sich der Mythos bezieht, soll die Insel Nisyros sein. Es heißt, dass die Ausbrüche des Vulkans der zornige Atem des besiegten Riesen waren. Der Vulkan von Nisyros ist der jüngste in Griechenland, sein letzter Ausbruch war im September 1872. Die Insel ist seit prähistorischen Zeiten bewohnt und ist die Heimat zahlreicher Kulturdenkmäler wie Palaiokastro und das Kloster der Jungfrau Maria Spiliani in Mandraki, der Hauptstadt der Insel. Der Törn von Kos nach Nisyros Von Kos Marina oder Kos Mandraki aus wird Kurs auf das Kap Agios Fokas genommen. Dies ist eine 30-minütige Fahrt mit Rückenwind und Blick auf die großen Hotelresorts auf der Steuerbordseite der Insel Kos. Es gibt einen speziellen Bereich für Windsurfer, der umfahren werden muss, um diese nicht zu stören oder Unfälle zu verursachen. Dieser Bereich ist in den Seekarten eingezeichnet. Sobald das Kap Agios Fokas erreicht ist, müssen Skipper mit sehr starken Böen rechnen, die vom Berg Kos mit einer Geschwindigkeit von 30 bis 35 Knoten wehen und ordentliche Wellen von bis zu 1,5 bis 2 m Höhe erzeugen. Das ist nicht so beängstigend, wie es klingt, da man auf einem breiten Kurs segelt und die Fahrt dadurch angenehm ist. Dennoch sollten Skipper ihre Segel vor Erreichen des Kaps von Agios Fokas reffen und dann wie zur Insel Nysiros fahren. Die Fahrt dauert etwas weniger als 3 Stunden. Sobald man das Kap von Ag. Fokas umrundet hat, ist die Insel Nisyros in Sichtweite. Das Ziel: Pali auf Nisyros Pali ist der Haupthafen für alle Segelboote, die nach Nisyros fahren. Die Stadt mit ihren Häusern ist von Norden her nicht leicht zu erkennen, da sie sehr klein ist. Ein sehr schöner Ort zum Schwimmen ist die Insel Gyali. Skipper sollten dabei jedoch besonders auf mehrere Riffe bei Gyali achten sowie auf das Riff auf der nordöstlichen Seite des Hafens von Pali achten. Beim Einlaufen in den Hafen von Pali, sollte man in der Mitte des Kanals zwischen dem Wellenbrecher und den weißen Bojen bleiben. An Stellen mit geringer Wassertiefe laufen Boote häufig auf Grund. Angelegt wird entweder mit dem Heck voran im nördlichen oder südlichen Hafenbereich oder längsseits am Kai. Der Meeresboden besteht aus Schlamm und Sand in 5 m Tiefe und der Anker hält gut. Wasser und Strom sind an den meisten Liegeplätzen zu angemessenen Kosten verfügbar. Der Strand neben dem Hafen ist einzigartig. Er besteht aus schwarz-bräunlichem Sand, der durch die vulkanische Aktivität von Nysiros entstanden ist und das Wasser schwarz erscheinen lässt. Plan B: Ankern auf der Insel Gyali Falls es im Hafen von Pali keine freien Plätze gibt, sollten man zur Insel Gyali fahren. Diese ist nur 3,5 Seemeilen entfernt und ihre lange Bucht bietet sehr guten Schutz vor Nord-, Nordwest- und Westwind. Überall sonst auf Nisyros ist es nicht sicher zu ankern, da das Wasser in Küstennähe sehr tief ist (> 20 m). Es gibt auch einen kleinen Hafen in Mandraki, der aber keinen guten Schutz bietet. Tag 2: Tilos Die wichtigsten Eckdaten zur Etappe: Dauer : 3 Stunden Badestopp : Livadia Bucht Zielort : Hafen von Livadia Must visit : Mikro Chorio Tipp für die Übernachtung : Livadia Bucht Plan B : Livadia Bucht Medium URL: https://imxplatform-cust-adac.fsn1.your-objectstorage.com/media/DSC_9359.jpg Die Insel Tilos Tilos gehört ebenfalls zu den kleinen Dodekanes-Inseln und liegt zwischen Kos und Rhodos. Die Landschaft umfasst hohe Berge, fruchtbare Küstenebenen, steile Felsküsten sowie lange Sandstrände. Die Insel Tilos bietet Lebensraum für seltene Vogelarten wie den Habichtsadler, den Eleonorenfalken, den Langbeinbussard, die Krähenscharbe, den Bienenfresser, Reiher und viele andere. Zudem gibt es dort etwa vierhundert Arten von Blumen und Kräutern. Tilos ist eine „Null-Abfall-Insel“ und ein großes Naturschutzgebiet, das durch internationale Verträge geschützt ist. Die letzten Elefanten Europas lebten hier: Die Zwergelefanten tauchten vor 45.000 Jahren auf der Insel auf und verschwanden vor etwa 4.000 Jahren. Es gibt ein Museum, in dem viele Skelette und Teile dieser unglaublichen Tiere ausgestellt sind. Heute ist sie eine friedliche, abgelegene Insel mit wenigen Aktivitäten, die jedoch die seltene Gelegenheit bietet, ein authentisches, nicht touristisches Reiseziel zu erleben – etwas, das in unserer Zeit immer schwieriger zu finden ist. Törn von Nisyros nach Tilos Der Törn von Nisyros nach Tilos ist nicht anspruchsvoll. Sobald der Hafen von Pali verlassen und das nordöstliche Kap von Nisyros umrundet ist, wird Kurs auf Südosten genommen und mit raumem Wind nach Tilos gesegelt. Sobald Nisyros nicht mehr hinter einem liegt, muss mit etwas stärkerem Wind gerechnet werden. Wenn der Meltemi weht, nimmt der Wind zwischen Nisyros und Tilos deutlich zu. Die hohen Berge und Klippen der Insel Tilos versperren die Sicht auf die sehr große Bucht von Livadia, dem Zielhafen dieser Etappe. Die Bucht von Livadia tritt erst in Sichtweite, wenn die kleine Insel Gaidaros passiert ist. In der Livadia-Bucht auf der Nordseite gibt es einen schönen Ankerplatz. Dieser Ort ist ideal, um vor Erreichen des endgültigen Ziels schwimmen zu gehen (36o 25.320’N, 27o 23.380’E). Das türkisfarbene Wasser und die steilen roten Felsen im Hintergrund wissen zu begeistern. Das Ziel: Der Hafen von Livadia Der Hafen von Livadia ist klein und beim Anlegen sehr eng. Auf der Südseite befinden sich Felsen und Ankerleinen von lokalen Fischern, daher sollte dieser Ort gemieden werden. Am besten macht man mit dem Heck voran an der Ost- oder Westseite des Hafens fest. Es sollte darauf geachtet werden, nicht zu viel Ankerkette (<25 m) auszuwerfen, da der Kai auf der gegenüberliegenden Seite nicht weit genug entfernt ist und die Gefahr groß ist, beim Ablegen den Anker eines anderen Schiffes zu fangen. Plan B: Ankern in der Bucht von Livadia Falls der kleine Hafen in Livadia voll ist, kann man auch in der Bucht direkt davor ankern. Es kann unangenehm werden, wenn Wellengang in die Bucht eindringt, aber die Bucht ist ein sicherer Ankerplatz, die auch von den meisten Segelbooten genutzt wird, die auf der Insel Tilos ankommen. Skipper sollten sich vergewissern, dass Ihr Anker richtig gesetzt ist, und ihn testen, indem Sie den Motor rückwärts laufen lassen. Tag 3: Chalki Die wichtigsten Eckdaten zur Etappe Dauer : 3 Stunden Badestopp : Chalki Zielort : Hafen von Chalki Must visit : Altstadt von Chalki Tipp für die Übernachtung : Insel Alimia Plan B : nördliche Chalki-Bucht, Pondamos-Bucht Medium URL: https://imxplatform-cust-adac.fsn1.your-objectstorage.com/media/Chalki.jpg Die Insel Chalki Nur wenige Orte in Griechenland sind so bezaubernd wie Chalki, wo zeitlose Schönheit mit jeder Brise zu spüren ist. Die Einfahrt in die Hauptbucht mit einem Segelboot ist ein unvergessliches Erlebnis. Die Insel Chalki liegt westlich von Rhodos und ist die größte einer Kette von vielen kleinen Inseln. Chalki ist immer noch eine sehr kleine Insel, unscheinbar und fast ohne Autos, aber mit einer sehr langen Geschichte. Sie ist seit prähistorischen Zeiten bewohnt und erhielt ihren Namen von den Kupferminen (Chalkos ist griechisch für Kupfer), die in der Antike auf der Insel genutzt wurden. Die Gebäude zeugen vom Wohlstand, den die Insel in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlebte, als der zunehmende Handel und die Schwammfischerei den Einheimischen Reichtum brachten. Der Törn von Tilos nach Chalki Die Reise geht weiter auf einem breiten Kurs in Richtung Südosten. Nachdem man den Hafen von Livadia in Tilos verlassen und die Bucht hinter sich gelassen hat, nimmt man Kurs auf das Kap Peristeria. Dabei sollte man auf die zahlreichen Riffe und Felsen zwischen Chalki und der Insel Alimia achten. Die meisten davon sind schwer zu erkennen – insbesondere, wenn der Meltemi weht und die Felsen von den dadurch entstehenden Wellen bedeckt sind. Die Hauptstadt und der Hafen der Insel sind erst sichtbar, wenn man zwischen Chalki und der kleinen Insel Nisaki hindurchfährt. Dies ist möglich, da die Tiefe nicht unter 9 m fällt, aber man sollte versuchen, immer in der Mitte des Kanals zu bleiben. Der beste Ort zum Schwimmen ist der Hafen von Chalki selbst. Es klingt seltsam, aber es ist wahr – dies ist einer der wenigen Häfen in Griechenland und wahrscheinlich sogar weltweit, wo man in kristallklarem Wasser schwimmen kann. Ein erfrischendes Gefühl, nach einem anstrengenden Segeltörn ins Meer zu springen. Das Ziel: Chalki Die größte Herausforderung in Chalki ist das tiefe Wasser. Der im Hafen befindliche Schwimmsteg bietet Platz für etwa fünfzehn Liegeplätze und verfügt über einen Wasseranschluss, falls Tanks aufgefüllt werden müssen. Angesichts der Herausforderung durch die Tiefe sollte man viel Ankerkette auswerfen, um einen guten Halt zu gewährleisten. Die Fähre verursacht starken Wellengang – es sollte also sichergestellt werden, dass der Anker gut hält und dass der Mast des Nachbarn nicht in derselben Position wie der eigene ist. Alternativ kann man den Kai nutzen, an dem die Hauptfähre anlegt. Die Hafenpolizei wird darum bitten, den Platz früh am Morgen vor Ankunft der Fähre freizumachen. Plan B: Ankern in der Bucht nördlich von Chalki Wenn an den beiden oben genannten Stellen keine freien Liegeplätze verfügbar sind, kann man in einer nördlich gelegenen Bucht vor Anker gehen und Heckleinen an den Felsen befestigen. Das Wasser ist in diesem Bereich ebenfalls sehr tief (~15 bis 20 m). Man sollte daher warten, bis der Anker den Meeresboden erreicht hat, bevor man mit dem Heck an den Felsen anlegt. Eine weitere Option ist die Pondamos-Bucht südöstlich der Stadt Chalki. Die Bucht bietet Platz für viele Boote. Sollte man das Gefühl haben, dass nicht genug Platz zum Schwenken vorhanden ist, können Heckleinen an den Felsen befestigt werden. Bei der Einfahrt von der Ostseite ist Vorsicht geboten, da sich am Kopf der Bucht ein Riff und seichtes Wasser befinden. Tag 4: Rhodos Die wichtigsten Eckdaten zur Etappe Dauer : 5 h 30 min Badestopp : Elli Beach Zielort : Mandraki-Hafen Must visit : Altstadt von Rhodos Plan B : Rhodes Marina , Windmühlen, Zephyros-Bucht Medium URL: https://imxplatform-cust-adac.fsn1.your-objectstorage.com/media/Rhodes.jpg Die Insel Rhodos Die Insel Rhodos hat eine sehr lange und beeindruckende Geschichte. Sie ist ein Ort, an dem sich starke mittelalterliche Elemente mit traditionellen griechischen Elementen vermischen. Sie ist die größte Insel des Dodekanes und zugleich eine Insel von großer natürlicher Schönheit. Von den schönen Stränden blickt man auf die Pinienwäldern an den Berghängen, die Bergdörfer überblicken die Küstenstädte, und die archäologischen Stätten, mittelalterlichen Denkmäler und kosmopolitischen Ferienorte machen dieses Reiseziel selbst für den anspruchsvollsten Reisenden unwiderstehlich. Rhodos erlebte seine Blütezeit im Jahr 400 v. Chr. Damals wurde der berühmte Koloss von Rhodos, eine gigantische Statue und eines der sieben Weltwunder der Antike, von Chares von Lindos, einem Meisterbildhauer seiner Zeit, geschaffen. Die Geschichte dieser Insel ist reichhaltig, da jeder Eroberer einen deutlichen Fußabdruck darauf hinterlassen hat. Hier treffen griechische, arabische, venezianische und neoklassizistische italienische Elemente aufeinander und leben harmonisch zusammen. Ein Tag reicht definitiv nicht aus, um Rhodos zu besuchen, aber man bekommt einen Eindruck davon, was es auf der viertgrößten Insel Griechenlands zu sehen und zu erleben gibt. Segeltörn von Chalki nach Rhodos Der Segeltörn von Chalki nach Rhodos ist aufgrund der langen Strecke von etwa 35 Seemeilen sowie der Gefahren durch Felsen und Riffe zwischen Chalki und der Insel Alimia eine Herausforderung. Bei der Durchquerung dieser Region sollte man äußerst vorsichtig sein, da die Gewässer nicht sehr gut kartografiert sind und die Felsen bei Meltemi-Wind durch die Wellen verdeckt werden. Sobald Chalki und die Insel Nisaki passiert sind, sollte man Kurs auf das Südkap von Alimia nehmen. Auf dem Weg dorthin befindet sich auf der Steuerbordseite in nur 0,6 Seemeilen Entfernung ein Felsen (Kolofonas). Der zweite gefährliche Felsen ist Xera, nur 1,6 Seemeilen weiter entfernt, diesmal auf der Backbordseite. Obwohl er über Wasser liegt, ist er sehr schwer zu erkennen. Sobald man diese Gefahren hinter sich gelassen hat, sollte man Kurs auf das Kap Mi-lon nordöstlich von Rhodos nehmen. Die Westküste von Rhodos ist flach und es gibt einige neuere Schiffswracks, daher sollte man nicht näher als 1,5 Seemeilen an die Küste heranfahren. Der Wind weht in der Regel von Südwesten nach Nordosten parallel zur Insel, sodass man höchstwahrscheinlich vor dem Wind oder auf einem raumen Kurs segeln wird. Die Einfahrt nach Mandraki ist aufgrund der starken Winde und des Kolona-Riffs nicht trivial. Daher sollte der Hafen von Mandraki fast von Ost nach West befahren werden, wie durch den grünen Pfeil in derselben Abbildung dargestellt. Der Blick auf die Stadt mit dem langen Strand im Vordergrund, den beeindruckenden Kreuzfahrtschiffen und dem großen Leuchtturm wird Skipper in seinen Bann ziehen, aber das Kolona-Riff wartet dort geduldig darauf, seine schmutzige Arbeit zu verrichten. Das Ziel: Hafen von Rhodos Rhodos ist eine sehr belebte Insel mit wenigen Alternativen, daher muss im Voraus reserviert werden. Es gibt viele Anlegestellen für Fähren und Tageskreuzfahrten sowie viele Kais für sehr große Kreuzfahrtschiffe, sodass man sich leicht verirren kann. Für ein normales Segelboot gibt es nur zwei Anlegemöglichkeiten, die nachfolgend aufgeführt sind: Der Hafen von Mandraki mit vielen Anlegeplätzen, aber etwas chaotisch und mit einem Meeresboden, auf dem alte Ketten liegen. Die Rhodes Marina, die trotz der relativ hohen Liegeplatzgebühren (privater Yachthafen) empfehlenswert ist. Mit dieser Option fühlt man sich sicherer und kann den kurzen Aufenthalt auf der Insel genießen. Plan B: Ankern beim Mandraki-Hafen oder bei Zephyros Sollten beide Häfen keine freien Plätze haben, was unter der Woche nicht der Fall sein sollte, gibt es noch alternative Ankerplätze in der Nähe. Der erste befindet sich direkt hinter den Windrädern des Kais im Hafen von Mandraki. Die zweite Option liegt 2 Seemeilen südlich des Hafens von Mandraki. Der Standort befindet sich vor dem Strand von Zephyros, aber manchmal erlässt die Hafenpolizei ein Ankerverbot. Dennoch ist die Tiefe auch weit vor der Küste gering (< 10 m), sodass das Ankern weit vom Strand entfernt immer noch sicher ist. Vorsicht ist bei der Verlängerung des Kais geboten, wo sich unter Wasser Felsen befinden. Tag 5: Symi Die wichtigsten Eckdaten zur Etappe Dauer : 3 Stunden Badestopp : Insel Seskli Zielort : Hafen von Symi Must visit : Kali strata Tipp für die Übernachtung : Panormitis Plan B : Pedi Medium URL: https://imxplatform-cust-adac.fsn1.your-objectstorage.com/media/DSC_4297_2.jpg Die Insel Symi Symi ist eine der schönsten griechischen Inseln und wahrscheinlich eine der reizvollsten Inseln im gesamten Mittelmeer. Wie die meisten griechischen Inseln reicht ihre Geschichte bis in die Zeit Homers zurück, da sie in dem Epos „Ilias“ erwähnt wird. Laut Diodorus wurde Poseidon, der mythische Herrscher von Symi, mit einem Sohn namens Chtonios gesegnet, der zum Anführer der ersten Bewohner von Symi wurde. Byzantiner, Osmanen, Venezianer und Italiener eroberten diesen kleinen Winkel der Ägäis, aber Symi behielt seinen einzigartigen Charakter. Die bunten Häuser und Gebäude von Symi bieten einen Anblick, den nur wenige Orte auf der ganzen Welt bieten. Es ist schwer zu erklären, aber irgendwie kann man den Blick nicht abwenden, wenn man auf den Hügeln direkt über dem Haupthafen steht und den Blick auf die Stadt mit dem Meer, das die Insel umgibt, genießt. Das tiefe Wasser verleiht dem Meer eine besondere dunkelblaue Farbe, die einen einzigartigen Kontrast zwischen dem Land und den bunten Häusern bildet. Symi ist ein Muss für jeden Besucher und wahrscheinlich der Höhepunkt dieser Reise. Segeltörn von Rhodos nach Symi Sobald man den Hafen von Mandraki verlässt und Kap Milon erreicht, wirde Kurs auf die Insel Symi genommen. Bevor der Hafen von Symi erreicht ist, gibt es zwei schöne Stellen, an denen man zum Schwimmen anhalten kann. Die erste befindet sich auf der Insel Seskli und die zweite in der Bucht von Agia Marina. Skipper können auf der Insel Seskli vor Anker gehen oder Heckleinen an den Felsen befestigen, da nicht genügend Platz für alle Boote vorhanden ist. Es sollte darauf geachtet werden, einen Durchgang für die Kreuzfahrtschiffe freizuhalten, welche täglich hier einlaufen. In der Bucht von Agia Marina ist der Platz zum Schwenken noch kleiner, daher müssen Heckleinen an den Felsen befestigt werden. Am besten lässt man nicht zu viel Ankerkette aus und überprüft, ob der Anker gut hält, da es zu Windböen kommen kann. Auch hier sollte ein Durchgang für die täglichen Ausflugsboote freigehalten werden. Die Fahrt zur Insel Seskli beträgt etwa 18 Seemeilen, sodass man etwa 3 Stunden und 30 Minuten benötigt und sehr oft nur sehr wenig oder gar keinen Wind hat. Von Seskli zum Hafen von Symi beträgt die Fahrt 9 Seemeilen (etwa 2 Stunden). Das sollte man im Hinterkopf behalten, wenn man einen Platz im Hafen von Symi sucht. Das Ziel: Der Hafen von Symi Wenn man sich dem Hafen von Symi nähert, hat man das überwältigende Gefühl, in ein perfekt gemaltes Bild eines malerischen, traditionellen Dorfes einzutreten. Zwei- und dreistöckige traditionelle Steinhäuser, die in allen Farben, vor allem aber in Indigo, Ocker und Terrakotta gestrichen sind, mit roten Ziegeldächern und charmanten kleinen Balkonen mit Geländern, prägen den unverwechselbaren Charakter der Insel. Wenn man aus südlicher Richtung kommt, kann man die Einfahrt leicht mit der Pedi-Bucht verwechseln, die man als erste auf der Backbordseite sieht. Der Hafen von Symi verfügt über viele Liegeplätze, sodass es selbst in der Hochsaison (18:00 Uhr) kein Problem ist, einen Platz zu finden. Das örtliche Personal zeigt, wo und wie Skipper anlegen können. Vor kurzem wurden Anlegebojen installiert. Das Hafenpersonal kommt meistens mit einem Beiboot näher. Sie machen auch eine idealerweise bereits vom Skipper vorbereitete Leine an einer der Bojen und der Bugklampe des Bootes fest. Danach wird mit dem Heck an der vom örtlichen Personal angegebenen Position angelegt. Auf der Südseite des Hafens führen Stufen den Hügel hinauf zu den Häusern und der auffälligen Kirche. Sie heißt „Kali Strata”. Skipper sollten sich einen Spaziergang zum Gipfel nicht entgehen lassen, aber versuchen Sie, dies vor Sonnenuntergang zu tun, damit Sie das Zusammenspiel des Lichts mit den farbigen Gebäuden erleben können. Der Plan B: Ankern in der Pedi-Bucht Die größte Herausforderung in Symi ist das sehr tiefe Wasser, das die Insel umgibt. Ganz in der Nähe der Küste beträgt die Tiefe bereits 15 m, was es unmöglich macht, in den meisten Buchten mit dem Heck zu den Felsen zu fahren und dort zu ankern. Falls der Hafen von Symi voll ist, empfiehlt sich die Pedi-Bucht als Plan B. Diese Bucht liegt neben dem Haupthafen und bietet sehr guten Schutz. Die Entfernung vom Hafen von Symi beträgt 4 Seemeilen, man sollte also nicht die Ankunftszeit unterschätzen und es vermeiden, die Pedi-Bucht bei Nacht zu erreichen. Sie ist tief (10 bis 12 m) und es liegen viele Boote vor Anker, sodass es schwierig sein wird, alle Anker um einen herum zu sehen. Man sollte sicherstellen, dass das Boot genügend Platz hat, um zu schwanken, und lassen die richtige Menge Ankerkette auslassen. Dies muss anhand der Windverhältnisse und der Anzahl der vor Anker liegenden Boote eingeschätzt werden. Der Wind ändert häufig seine Richtung, daher ist ein Schwenken um 360 Grad unerlässlich. Von der Pedi-Bucht fährt ein öffentlicher Bus nach Symi-Stadt, sodass man die Gelegenheit für einen Besuch nicht verpassen sollte. Außerdem ist es hier weniger laut und man kann ruhigere Nächte genießen. Pedi hat auch einen kleinen privaten Yachthafen auf der Nordseite, der jedoch sehr oft voll ist. Der Weg zurück nach Kos Nachdem man den Hafen von Symi verlassen hat, fährt man nach Norden und überquert die Meerenge zwischen Symi und der Insel Nimos. Die Wassertiefe beträgt in der Mitte der Meerenge mindestens 4 m. Skipper sollten daher versuchen, in der Mitte zu bleiben, insbesondere wenn ein starker Meltemi-Wind weht, damit sie nicht abtreiben. Es sieht flach aus, ist aber sicher. Nach dieser Überfahrt sollte Kurs auf den Norden von Nisyros genommen werden. Die Reise ist lang und gegen den Wind, sodass man die meiste Zeit den Motor benutzen muss. Es wird empfohlen, zuerst nach Gyali zu fahren und dann nach Norden zur Insel Kos zu segeln. Andernfalls wird der starke Nordwind, der von den Bergen von Kos weht, die Reise vom türkischen Kap nach Kos sehr schwierig machen. Wer hingegen von der Insel Gyali aus startet und zum Kap Ag. Fokas segelt, sollte in der Lage sein, hart am Wind zu segeln und eine weitere anspruchsvolle Reise mit starkem Wind und ordentlichen Wellen zu genießen. Set Sail in Greece: Weitere Segeltörns in Griechenland für Einsteiger und Experten Dieser Törn stammt aus dem Buch Set Sail in Greece von Ilias Bosdas. Auf 332 Seiten hat der erfahrene Skipper die 10 besten Segeltörns Griechenlands ausgewählt und beantwortet alle wichtigen Fragen für einen sicheren und angenehmen Törn. Diese Routen eignen sich ideal für das Chartern von Monohulls oder Katamaranen und dienen auch Eignern als wertvolle Orientierungshilfe. Jeder Törn folgt einer ein- oder zweiwöchigen Reiseroute und startet von wichtigen Charterbasen wie Athen, Lavrio, Lefkas, Preveza, Paros, Kos, Rhodos, Volos, Samos und Chalkidiki. Medium URL: https://imxplatform-cust-adac.fsn1.your-objectstorage.com/media/COVER_2.jpg Die Routen sind von sehr leicht bis sehr schwierig eingestuft und berücksichtigen dabei Wetter, die Verfügbarkeit von Häfen, sicheren Ankerplätzen und Schiffsverkehr. Zu jeder Destination finden Sie praktische Informationen zu Reisezeit, Sehenswürdigkeiten, Schwierigkeitsgrat, möglichen Gefahren und Wetterlagen - alles unterstützt durch Karten. Für den Fall, dass Ihr Wunschhafen belebt ist, stehen Ihnen auch alternative Ankerplätze als Plan B zur Verfügung. Zum Kauf bei Amazon Ein weiterer lohnender Törn aus dem Buch führt durch die Ionischen Inseln von Lefkada nach Ithaka . Segeln und Chartern in Griechenland: Weitere Links ADAC Revier- und Länderinformation für Griechenland Yacht chartern in Griechenland