Griechenland

Griechenland

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Revier- und Länderbeschreibung Griechenland

Mit seiner vielfältigen Inselwelt bietet Griechenland zahlreiche attraktive Reviere für Segler und Motorbootfahrer. Die Regionen unterscheiden sich deutlich hinsichtlich Landschaft, Größe und nautischem Anspruch. Vom ruhigen Einsteigerrevier bis hin zu anspruchsvollen Törns mit kräftigem Wind ist alles vertreten. Zu den beliebtesten Segelrevieren zählen

Tausende Kilometer Küstenlinie, zahlreiche Inseln und eine große Zahl geschützter Buchten machen Griechenland zu einem der bedeutendsten Wassersportreviere im Mittelmeer. Neben guten Segelbedingungen finden sich vielerorts historische Städte, kleine Fischerdörfer, weltberühmte Sehenswüdigkeiten und weitläufige Strände.

Die Ionischen Inseln

Die Ionischen Inseln im Westen Griechenlands gehören zu den beliebtesten Segelrevieren des Landes. Zu der Inselgruppe zählen unter anderem Korfu, Paxos, Lefkada, Ithaka, Kefalonia und Zakynthos. Das Revier bietet eine große Vielfalt aus geschützten Buchten, langen Stränden sowie lebhaften Hafenorten und Marinas.

Die Windbedingungen gelten als vergleichsweise moderat. Im Sommer setzt häufig eine thermische Brise ein, die meist zwischen drei und vier Beaufort erreicht. Dadurch eignet sich das Gebiet besonders für entspannte Törns und für Crews mit wenig Erfahrung.

Mehr dazu: Alle Informationen zum Revier Ionische Inseln

Der Saronische Golf

Der Saronische Golf liegt südwestlich von Athen zwischen Attika und dem Peloponnes und reicht bis zum Kanal von Korinth. Zu den wichtigsten Inseln des Reviers gehören Ägina, Poros, Hydra und Spetses.

Kurze Distanzen zwischen den Inseln, zahlreiche Ankerbuchten und viele Hafenorte machen das Gebiet besonders für Chartertörns attraktiv. Die Windverhältnisse sind meist moderat, sodass das Revier auch für weniger erfahrene Skipper gut geeignet ist.

Mehr dazu: Infos zum Saronischen Golf im Überblick

Die Nördlichen Sporaden

Die Inselgruppe der Nördlichen Sporaden liegt in der nordwestlichen Ägäis. Zu den bekanntesten Inseln zählen Skiathos, Skopelos, Alonnisos und Skyros. Die Entfernungen zwischen den Inseln sind relativ gering, sodass sich das Revier auch auf einem einwöchigen Törn gut erkunden lässt.

Der im Sommer in der Ägäis vorherrschende Meltemi erreicht in den Sporaden meist geringere Stärken als weiter südlich in den Kykladen. Gleichzeitig sorgt er häufig für stabile und gute Segelbedingungen.

Mehr dazu: Die Nördlichen Sporaden – entspanntes Revier für Einsteiger

Die Kykladen

Die Kykladen liegen in der zentralen und südlichen Ägäis und gelten als eines der anspruchsvolleren Segelreviere Griechenlands. Zu der Inselgruppe gehören unter anderem Naxos, Paros, Milos, Serifos und Santorini.

Der im Sommer regelmäßig auftretende Meltemi kann hier deutlich stärker ausfallen als in anderen Regionen Griechenlands und erreicht nicht selten sechs bis sieben Beaufort oder mehr. Entsprechend sollten Skipper über ausreichende Erfahrung verfügen. Die Infrastruktur mit Häfen und Marinas ist weniger dicht als in manchen anderen Revieren, dafür gibt es zahlreiche Ankerbuchten und landschaftlich sehr reizvolle Inseln.

Mehr dazu: Segeln in den Kykladen – Tipps zum Revier

 

Kreta und kretisches Meer

Kreta ist die größte Insel Griechenlands und nach Sizilien, Sardinien, Zypern und Korsika die fünftgrößte Insel im Mittelmeer. Sie liegt etwa 100 Kilometer südlich des griechischen Festlands. Nördlich der Insel erstreckt sich das Kretische Meer, im Süden das Libysche Meer, im Osten das Karpathische Meer und im Westen schließt sich das Ionische Meer an.

Als Segelrevier gilt Kreta als anspruchsvoll, kann für erfahrene Crews jedoch sehr reizvoll sein. Vor allem an der Nordküste, die dem Kretischen Meer zugewandt ist, befinden sich die meisten touristischen Zentren sowie mehrere gut ausgestattete Marinas, etwa in Agios Nikolaos oder Rethymno.

Die Südküste der Insel ist deutlich dünner erschlossen, Häfen und geschützte Anlaufpunkte sind hier seltener. Zudem können in diesem Bereich im Sommer lokal sehr starke Fallwinde auftreten, die bei der Törnplanung berücksichtigt werden sollten.

Mehr über das Revier Kreta

Die Marinas

Die Zahl moderner Marinas ist in Griechenland vergleichsweise gering. Viele Sportboote liegen in kommunalen Häfen, Fischereihäfen oder kleineren Stadthäfen. Die Liegegebühren sind häufig moderat und werden teilweise direkt von Hafenpersonal oder der lokalen Hafenbehörde erhoben.

In vielen Häfen wird mit Bug oder Heck zum Kai ("römisch-katholisch") festgemacht. Häufig sind die Liegeplätze mit Mooringleinen ausgestattet. In kleineren Häfen wird teilweise auch mit eigenem Anker angelegt.

Versorgung mit Treibstoff erfolgt meist über Tankstellen im Hafen oder über Tankwagen, die an den Kai kommen. Wasser und Strom sind in größeren Häfen und Marinas in der Regel verfügbar.

Mehr dazu: Häfen und Marinas in der Ägäis

Der Wind

Im Ionischen Meer entwickeln sich im Sommer häufig thermische Winde, die meist am Nachmittag einsetzen und mit etwa drei bis vier Beaufort wehen. Stärkere Starkwindlagen sind hier vergleichsweise selten.

In der Ägäis bestimmt im Sommer der Meltemi das Wettergeschehen. Dieser trockene, aus nördlichen Richtungen wehende Wind kann über mehrere Tage anhalten und teilweise Sturmstärke erreichen. Während er in den nördlichen Revieren meist moderat bleibt, tritt er in den Kykladen oft besonders kräftig auf.

 

Mehr dazu: Meltemi – alles zum Wind in der Ägäis

Marinas in diesem Revier

Marina
Bojenfeld
Ankerplatz
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Marina

Samos Marina

An der Stelle des heutigen Urlaubsortes Pythagorio lag das antike Samos. Namensgeber ist einer der berühmtesten Söhne der Insel, der Mathematiker und Philosoph Pythagoras (a2 + b2 = c2). Bei den Ausgrabungen kamen die mächtigen Überreste und Säulentrommeln eines der größten Tempel der Antike, zahlreiche Gräber, römische Thermen und lange Stadtmauern ans Tageslicht. Einmalig war die Freilegung eines technischen Meisterwerks der Antike, des Eupalinos-Tunnels. Der 1047 m lange, heute zum Teil wieder begehbare Stollen führte mit einem gleichmäßigen Gefälle von 0,5% Trinkwasser von einer Quelle durch einen Berg in die Stadt. Westlich von Pythagorio in den Bergen liegen die beiden sehenswerten Dörfer Mili und Koumaradei. Mili kann mit dem schönsten Dorfplatz von Samos aufwarten und in Koumaradei gibt es Bergkräuter und ätherische Öle aus der Region zu kaufen. Das große Kloster Megali Panagia südlich von Koumaradei (16. Jh.), das an eine Festung erinnert, ist ebenfalls einen Besuch wert.
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Marina

D-Marin Gouvia Marina

Korfu-Stadt oder Kerkyra gilt zu Recht als eine der schönsten Städte Griechenlands. Venezianer, Franzosen und Briten haben hier ihre Spuren hinterlassen, die das multikulturelle Flair der Inselmetropole ausmachen. Das Altstadtviertel Cambiello ist seit 2007 Weltkulturerbe der UNESCO. Ein Tag reicht keinesfalls aus, um die Stadt und ihre zahlreichen Sehenswürdigkeiten, Paläste und Kirchen kennenzulernen. Unbedingt gesehen haben sollte man die venezianische Alte Festung (16. Jh.), die Kirche Agios Spyridon (16. Jh.) mit ihrer prunkvollen Innenausstattung und den Gebäudekomplex Liston, der unter der kurzen napoleonischen Besatzungszeit entstand. Unter seinen Arkaden kann man von zahlreichen Cafés auf die Spianada blicken, eine parkähnliche Flaniermeile. Wer das Gassengewirr von Cambiello durchstreift, findet vielleicht den Kremasti-Platz, ein verträumtes Fleckchen mit einem venezianischen Brunnen und der gleichnamigen Kirche (16. Jh.).
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Marina

Leros Marina Evros

Während der italienischen Besatzungszeit war Leros Italiens bedeutendster Flottenstützpunkt in der Ägäis. Im März 1943 wurde die Insel von deutschen Flugzeugen massiv bombardiert, anschließend war sie zwischen Briten und Deutschen heiß umkämpft. Ein Soldatenfriedhof am Rand des Badeortes Alinda birgt die Opfer der Alliierten. Im Hafenort Lakki sind eine Reihe architektonisch interessanter Gebäude u. a. im Bauhaus-Stil zu sehen, die während der italienischen Besatzungszeit in den 1930er Jahren entstanden sind. Der Tourismus spielt auf Leros nur eine geringe Rolle. Dabei liegt der Inselhauptort Agia Marina/Platanos durchaus reizvoll. Unterhalb einer mächtigen Johanniterburg auf steilem Felsen zieht er sich von der Bucht von Alinda mit ihrem von Tamarisken beschatteten Strand über einen Bergsattel bis zur Bucht von Pandeliou hinunter.
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Marina

Thessaloniki Marina

Die übersichtliche Millionenstadt Thessaloniki lässt sich am besten zu Fuß erkunden. Fast alles Sehenswerte liegt innerhalb der über 1000 Jahre alten, gut erhaltenen byzantinischen Stadtmauern. Jenseits der breiten Agiu-Dimitriou-Straße liegt die Oberstadt (Ano Polis), die steil den Hang hinauf steigt. Typisch makedonische Häuser mit vorkragenden Obergeschossen sind ihr Markenzeichen. Sie endet vor den vollständig erhaltenen Mauern des beinahe ländlich-beschaulich wirkenden Kastro-Viertels. An dessen höchstem Punkt steht die Zitadelle Eptapirgio, von 1431 bis ins 19. Jh. hinein Sitz des osmanischen Statthalters.
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Marina

Kalamáta Marina

Obwohl der Unabhängigkeitskrieg gegen die Herrschaft der Osmanen 1821 einen großen Teil der Stadt zerstörte, sind im Altstadtviertel unterhalb der Burg und im Markt- und Basarviertel noch einige alte Gebäude erhalten geblieben, wie etwa die byzantinische Kirche Agii Apostoli (10. Jh.), die vielfach umgebaut und erweitert wurde. Sehenswert sind auch die Kathedrale Ypapantis Sotiros aus dem 19 Jh. und das Nonnenkloster Moni Kalogrion mit einer reichen Ikonostase im Innern. Im Amphitheater der Burg findet jährlich im Juli/August das Theater- und Tanzfestival statt.
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Marina

Limin Naxos

Das Wahrzeichen der Insel Naxos ist das monumentale, 6 m hohe Marmortor Portara, das auf einer felsigen Halbinsel an der Hafeneinfahrt gelegen ist. Es gehört zu einem um 530 v. Chr. begonnenen Tempel des Apollo, der nie vollendet wurde. Besonders reizvoll ist die Stimmung hier zum Sonnenaufgang oder -untergang. Durch die engen Gassen der Inselhauptstadt gelangt man hinauf ins Viertel Kastro mit seiner venezianischen Burg (1207). Im Schutz der Befestigungsanlage entstanden prächtige Herrenhäuser, von denen einige sehr schön restauriert sind. Am höchsten Punkt erhebt sich die katholische Kathedrale, die im 13. Jh. dreischiffig angelegt und im 17. Jh. um zwei Schiffe erweitert wurde. Das Archäologische Museum von Naxos besitzt eine bedeutende Sammlung von kykladischen Marmoridolen sowie Keramik, Schmuck und Mosaiken von der mykenischen bis zur hellenistischen Zeit.
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Marina

D-Marin Zea Marina

Der einst größte Hafen des Altertums ist immer noch einer der bedeutendsten des Mittelmeeres mit blühendem Handelsverkehr und entwickelter Industrie. Das heutige Piräus zeichnet sich durch ein lebhaftes, unabhängiges Stadtleben aus. Am Meer gibt es zahlreiche volkstümliche Lokale und Tavernen, die am Abend gut besucht sind. Bei einem Bummel am Fährhafen und den Jachthäfen vorbei gelangt man zum Museumshafen Trokadero mit dem Panzerkreuzer Averoff, der ab 1911 mehr als 40 Jahre lang das Flaggschiff der griechischen Marine war.
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Marina

Cleopatra Marina

Die Kleinstadt Preveza träumt an der epirotischen Seite des Amvrakischen Golfs vor sich hin. Ein Bummel über ihre Uferpromenade lohnt sich besonders wegen der amphibischen Landschaft. Im Jahr 31 v. Chr. war das Ionische Meer vor Preveza Schauplatz der Seeschlacht von Aktium, die sich Kaiser Augustus und seine Widersacher Antonius und Cleopatra hier lieferten. Zur Erinnerung an seinen Sieg ließ Augustus Nikopolis errichten, dessen imposante Überreste 9 km nördlich von Preveza im Gelände verstreut liegen. Die Straße nach Arta passiert zunächst die Grundmauern mehrerer frühchristlicher Basiliken, dann die gut erhaltene Stadtmauer mit Toren und Türmen aus dem 6. Jh. und schließlich das im 2. Jh. in eine Mulde hinein gebaute Theater.
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Marina

Marina Methana

Der Kurort Methana ist für vor allem seine Thermalbäder bekannt. Die schwefelhaltigen Quellen sind vulkanischen Ursprungs und weisen auf die mehr als 30 ruhenden Vulkane der Halbinsel hin. Einer davon ist der Malia Vgethi beim Dorf Kameni Chora, dessen historischer Ausbruch um 230 v. Chr. von mehreren antiken Dichtern, u. a. Ovid, dokumentiert wurde. Unterhalb des Dorfes Megalochori finden sich noch Überreste der antiken Akropolis von Methana.
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Marina

Skala Pátmos

Wer sich Patmos nähert, erblickt von Ferne schon die mächtige Trutzburg des Johannesklosters, das sich wehrhaft auf einem 190 m hohen Hügel über dem Hafenort Skala erhebt. Um das steinfarbene Kloster mit seinen zinnengekrönten Mauern herum scharen sich die zumeist in strahlendem Weiß gekalkten Häuser des Inselhauptortes Patmos/Chora, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Im Klostermuseum werden bis heute Kunstschätze gehütet, die die Mönche im Laufe von 1000 Jahren zusammengetragen haben, darunter eine illuminierte Handschrift des Buchs Hiob aus dem 7./8. Jh. und eine Mosaik-Ikone des Hl. Nikolaus. Auf halbem Weg von Skala hinauf zum Ort Patmos liegt das Kloster der Apokalypse, das mit seinen verschachtelten, weiß gekalkten Bauten wie die Miniaturausgabe eines Kykladendorfes wirkt. Stufen führen in eine kleine Doppelkirche hinab, die zum Teil in eine Grotte hineingebaut wurde.
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Marina

Kos Island Marina

Direkt über dem Fährhafen von Kos-Stadt erhebt sich die Johanniterburg, in die eine Brücke über eine Palmenallee hineinführt. Ihr Inneres wirkt wie ein verwilderter Garten, gespickt mit römischen und hellenistischen Altären, Säulenbasen und -kapitellen. Auf dem Weg ins Zentrum überquert man einen Platz, an dem im Schatten der 1765 erbauten Hadji-Hassan-Moschee Souvenirhändler ihre Stände aufgeschlagen haben. Ein mittelalterliches Stadttor führt zum heutigen Hauptplatz des Städtchens, an dem seit rund 275 Jahren das Minarett der Defterdar-Moschee aufragt. Von hier führt die Haupteinkaufsgasse Odos Ifestou zu einem weiteren Ausgrabungsgelände mit römischen Bodenmosaiken, zu einem kleinen Theater und zur Casa Romana. Italienische Archäologen haben hier eine römische Villa mit eigenem Thermalbad aus dem 3. Jh. rekonstruiert.
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Marina

Pátras Marina

Wer in Pátras etwas Zeit verbringen will, konzentriert sich am besten auf das Geschäftsviertel zwischen der Platia Olgas und dem Georgiou-Platz oder besucht am Südwestrand des Hafens die Reliquie des Apostels Andreas in der kleinen Basilika neben der modernen Andreas-Kathedrale. Auch die 2252 m lange Harilaos-Trikoupis-Brücke über den Golf von Korinth ist sehenswert - sie gilt als eine der schönsten der Welt.
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Marina

Setur Marina Mitilini

Die Inselhauptstadt Mytilini lockt mit dem Archäologischen und dem Byzantinischen Museum sowie zwei Sammlungen moderner Kunst Kulturreisende an. Ihre genuesische Burg auf einer Halbinsel im Nordosten der Stadt und das in einen Kiefernwald eingebettete antike Theater sind zusätzliche Attraktionen. Sehenswert ist außerdem das 27 m hohe römische Aquädukt bei Moria (2./3. Jh.), das über eine Länge von 170 m teils noch recht gut erhalten ist.
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Marina

Mykonos Marina

Die eigentliche Sehenswürdigkeit von Mykonos ist die Inselhauptstadt (Chora), deren blendend weiße Würfelhäuser sich vom alten Fischerhafen aus über sanft ansteigende Hänge hinaufziehen. Ihr viel fotografiertes Wahrzeichen sind die fünf Windmühlen, die die alten Ortsgrenzen markieren. Sie sind besonders gut von den Cafés im Viertel Klein-Venedig zu sehen, wo die äußerste Häuserfront mit ihren abenteuerlichen Balkonkonstruktionen unmittelbar ans Meer stößt. Das Zentrum der Chora bildet die Platia Tria Pigadia, mit drei Ziehbrunnen, die die Stadt früher mit Wasser versorgten. Über der Spitze der Halbinsel erhebt sich die Marienkirche Panagia Paraportiani, ein einzigartiges, verwinkeltes Ensemble mehrerer Kapellen mit mittelalterlichem Kern. Die Geschichte der Seefahrt in Griechenland ist eindrucksvoll im Nautiko Moussío dokumentiert, das in einem alten Wohnhaus mit schönem Garten untergebracht ist und Schiffsmodelle aus der minoischen Zeit bis ins 19. Jh. präsentiert.
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Marina

Marina of Agios Nikolaos

Das besondere Merkmal von Agios Nikolaos ist der kleine, auf zwei Seiten von steilen Felswänden gerahmte Voulismeni-See, an dem sich viele Cafés und Tavernen konzentrieren. Seit 1870 ist der See durch einen 12 m schmalen und 61 m langen Kanal mit dem Hafen verbunden und dient seitdem als sicherer Anlegeplatz für Fischerboote. Im angrenzenden Stadtzentrum wechseln sich Geschäfte für den täglichen Bedarf mit Juwelieren und anspruchsvollen Kunsthandwerksläden, urig gebliebene Tavernen und Kafenions mit Restaurants und Bars ab. Sehenswert sind das Archäologische Museum am Stadtrand, in dem Funde aus Ostkreta ausgestellt sind, sowie das kleine Volkskundliche Museum am See.
Alle Marinas anzeigen

Wissenswertes

Regeln und Bestimmungen für Griechenland

Welche Unterlagen und Dokumente sollten Skipper in Griechenland mitführen?

  • Sportbootführerschein See (Bei Kontrollen kann es vorkommen, dass zusätzlich zum Führerschein eine Übersetzung des Dokuments in die griechische Sprache verlangt wird.)
  • gültiger Internationaler Bootsschein des ADAC (IBS) oder anderer Nachweis der Bootsregistrierung
  • Eigentumsnachweis für das Boot sowie gegebenenfalls eine Vollmacht des Bootseigners
  • Nachweis über die entrichtete EU-Mehrwertsteuer (z. B. Erstkaufrechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer), sofern vorhanden
  • Versicherungsnachweis für eine Bootshaftpflichtversicherung (in griechischer oder englischer Sprache)
  • aktuelle Seekarten des Reviers
  • Die Crewliste, muss der Hafenbehörde des anzulaufenden Hafens 6 Stunden vor Einreise nach Griechenland vorliegen. Idealerweise wird hier die E-Mail Adresse des Hafenamtes kontaktiert. Der Skipper hat dafür Sorge zu tragen, dass die Liste immer auf aktuellem Stand ist.

Bei einer Funkanlage an Bord müssen außerdem mitgeführt werden:

  • ein gültiges Funkzeugnis (SRC oder LRC) für den Seefunk
  • die Nummernzuteilungsurkunde  (SSL) der Bundesnetzagentur mit MMSI und Rufzeichen

Einreise

Welche Schiffspapiere benötige ich bei der Einreise nach Griechenland?

Personaldokumente

  • Für die Einreise nach Griechenland benötigen deutsche Staatsangehörige einen gültigen Personalausweis oder Reisepass.

Besondere Bestimmungen für Kinder und Jugendliche

  • Kinder und Jugendliche benötigen ein eigenes Ausweisdokument mit Lichtbild.
  • Reisen Minderjährige allein oder nur mit einem Elternteil, kann eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten verlangt werden. Es wird empfohlen, eine entsprechende schriftliche Zustimmung in englischer Sprache mitzuführen.

Transitbestimmungen für türkische Staatsbürger

Erforderliche Reisedokumente für den Transit: Mit gültigem Reisepass und Aufenthaltstitel eines Schengen-Staates (z.B. Deutschland) sind türkische Staatsangehörige für den Transit vom Visumzwang befreit. Der Reisepass darf dabei nach einer seit dem 19. Juli 2013 wirksamen EU-Verordnung nicht älter als zehn Jahre sein und muss mindestens noch drei Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein.

Umsatzsteuer für Boote innerhalb der EU

Auch wenn Mehrwertsteuerkontrollen für Sportboote innerhalb der EU seltener geworden sind, kann ein Nachweis über die entrichtete Mehrwertsteuer verlangt werden. Als Beleg dient beispielsweise die Erstkaufrechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer oder ein anderer geeigneter Nachweis über den steuerlichen Status des Bootes.

TE.P.AI. – Bootsteuer TEPAI)

Für private Sportboote mit einer Rumpflänge über sieben Metern wird in Griechenland eine monatliche Abgabe erhoben. Diese sogenannte TEPAI (Telos Paramonis kai Ploion) gilt unabhängig von der Flagge des Bootes.

Die Abgabe ist jeweils für volle Kalendermonate zu entrichten. Befindet sich ein Boot beispielsweise von Mitte August bis Mitte September in Griechenland, sind zwei Monatsbeträge zu zahlen.

Die TEPAI ist nur für Zeiträume zu entrichten, in denen sich das Boot in griechischen Gewässern befindet. Für Boote, die sich nachweislich an Land (z. B. im Trockendock) befinden und nicht genutzt werden, fällt in der Regel keine Abgabe an.

Bei Vorauszahlung für zwölf Monate wird ein Rabatt von 10 % gewährt.

Die Höhe der Abgabe richtet sich nach der Gesamtbootslänge (Länge über alles, LOA). 

 

Gesamtbootslänge pro Monat pro Jahr (inkl. 10% Vorauszahlungsrabatt) 
7-8 Meter 16 Euro 172,80  Euro
> 8 und ≤ 10 Meter 25 Euro 270 Euro
> 10 und ≤ 12 Meter 33 Euro 356,40 Euro
> 12 Meter 8 Euro pro angefangenen Meter Beispiel: 13 m Boot→ 104 € mtl. → 1.123,20 €/Jahr (mit Rabatt)

 

Die Zahlung erfolgt in der Regel elektronisch über das System e-TEPAI der griechischen Steuerbehörde (AADE) mittels eines sogenannten e-Paravolo (Zahlungscode). Die Gebühr ist vorab oder spätestens bei Einfahrt in griechische Gewässer zu entrichten.

Der Zahlungsbeleg der TEPAI Gebühr muss zusammen mit den Schiffsdokumenten aufbewahrt werden und auf Verlangen vorgezeigt werden. Bei Nichtzahlung können hohe Bußgelder anfallen, die sich nach der Bootslänge richten.

Zum Zahlungs-Portal der griechischen Steuerbehörde.

Weitere Informationen veröffentlicht die etepai-Broschüre. Die zuständige Behörde AADE hat eine Liste der FAQ in englischer Sprache bereitgestellt.

 

Benötige ich einen Sportbootführerschein in Griechenland?

Nach geltendem griechischem Recht ist der Sportbootführerschein verpflichtend für

  • Boote mit Außenbordmotor - Schlauchboote mit mehr als 15 PS - andere Boote mit mehr als 30 PS
  • Boote mit Innenbord-Benzinmotor über 40 PS
  • Boote mit Innenbord-Dieselmotor - Schlauchboote über 50 PS  andere Boote über 70 PS
  • Wassermotorräder (Jet-Skis)

Die Verpflichtung zum Bootsführerschein ist abhängig davon, ob es sich um ein Boot "mit hoher Geschwindigkeit" handelt.  Ein Schlauchboot mit einem 15 PS Außenbordmotor wird demnach bereits als "high speed"-Boot klassifiziert. Die amtlichen deutschen Sportbootführerscheine sind anerkannt. Bei Kontrollen kann es vorkommen, dass zusätzlich zum SBF See

  • eine Bestätigung der ausstellenden Organisation (z.B. DSV oder DMYV)
  • eine Bestätigung der Diplomatischen Botschaft in Griechenland und
  • eine Übersetzung des Sportbootführerscheins in griechische Sprache verlangt wird.

Das Mindestalter von 18 Jahren ist zum Führen von Motorbooten vorgeschrieben.

Welche Sicherheitsausrüstung müssen Skipper in Griechenland mitführen?

Skipper sind verpflichtet, eine der Größe und Nutzung des Bootes entsprechende Sicherheitsausrüstung an Bord mitzuführen. Dazu gehören insbesondere geeignete Rettungsmittel für alle Personen an Bord. Eine gute Unterstützung bei der Zusammenstellung der geeigneten Sicherheitsausrüstung bietet die Broschüre "Empfohlene Mindest- und Sicherheitsausrüstung für Boote und Yachten".

Welche Versicherungen benötigen Skipper für Sportboote in Griechenland?

Für Freizeitboote besteht in Griechenland eine Pflicht zur Haftpflichtversicherung. Der Versicherungsnachweis muss in griechischer oder englischer Sprache an Bord mitgeführt werden.

Die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestdeckungssummen betragen:

Für Personenschäden

  • 150.000 Euro/Person
  • 700.000 Euro/Schadensfall
  • 2.100.000 Euro Gesamtversicherungssumme

Für Sachschäden

  • 150.000 Euro/Schadensfall
  • 450.000 Euro Gesamtversicherungssumme

Für Wasserverunreinigung

  • 150.000 Euro/Vorfall
  • 450.000 Euro Gesamtversicherungssumme

Auch der ADAC bietet entsprechende Versicherungen an, Mitglieder des ADAC und Inhaber des Internationalen Bootsscheins vom ADAC bekommen Vergünstigungen auf die Versicherungsprämie.

Schiffspapiere

Der Internationale Bootsschein (IBS) vom ADAC wird als Registrier- und Eigentumsnachweis anerkannt.

Bei Einreise über See aus einem Nicht-Schengen-Staat muss der nächstgelegene zugelassene Einreisehafen angelaufen werden. Beim Einlaufen wird üblicherweise die internationale Signalflagge „Q“ gesetzt. Bei Kontrollen kann das Vorlegen einer aktuellen Crewliste mit Pass- oder Ausweisnummern verlangt werden.

 

Bei Kontrollen kann das Vorlegen einer aktuellen Crewliste mit Pass- oder Ausweis-Nummern verlangt werden.

Kfz-Papiere

Führerschein und Fahrzeugschein bzw. Zulassungsbescheinigung Teil I. Internationale Grüne Versicherungskarte empfohlen. Die Mindestdeckungssummen im Versicherungsfall liegen deutlich unter deutschen Standards.

Haustiere

Für die Einreise mit Haustieren gilt innerhalb der EU:

  • EU-Heimtierausweis
  • gültige Tollwutimpfung (Erstimpfung mindestens 21 Tage vor Grenzübertritt)
  • Identifikation des Tieres durch Mikrochip

Bei Einreise aus Nicht-EU-Staaten können zusätzliche Bestimmungen gelten.

Haustiere in öffentlichen Verkehrsmitteln: die Regelungen unterscheiden sich je nach Verkehrsmittel und Betreiber.

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