Portugal

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Marinas

Die Häfen der Atlantikküste sind überwiegend aus ehemaligen Handels- oder Fischereihäfen hervorgegangen, die heute auch Sportboote aufnehmen. Spezialisierte Marinas sind seltener als in klassischen Mittelmeerrevieren.

Charakteristisch für viele Hafenansteuerungen ist eine vorgelagerte Barre (Sandbank), deren Lage sich durch Winterstürme und Sedimentverlagerungen verändern kann. Die Einfahrt kann dadurch erschwert oder zeitweise gefährlich sein, insbesondere wenn atlantische Dünung auf ablaufenden Tidenstrom trifft. Eine sorgfältige Törnplanung unter Berücksichtigung von Wetter, Tide und aktuellen Hafeninformationen ist daher unerlässlich.

Als vergleichsweise sichere Anlaufpunkte gelten unter anderem Leixões und Sines, deren Zufahrten auch bei stärkerem Seegang meist unproblematisch sind.

Der Wind

Das vorherrschende Windsystem entlang der Westküste ist die sogenannte Nortada, ein thermisch verstärkter Nord- bis Nordwestwind, der vor allem in den Sommermonaten regelmäßig auftritt und nachmittags deutlich auffrischen kann. Die Nortada wird indirekt vom Azorenhoch beeinflusst, das Teil des Passatsystems ist. Daher wird sie oft auch „portugiesischer Passatwind“ genannt. 

Für Segler bedeutet das: Kurse nach Süden entlang der Küste sind meist zügig zu bewältigen, während Törns in nördlicher Richtung auch im Sommer oft langwierig und anstrengend sind.

Unabhängig vom lokalen Wind ist entlang der Atlantikküste fast immer mit Dünung zu rechnen, die die Ansteuerung von Häfen zusätzlich erschweren kann.

Die Reviere

Die Verkehrstrennungsgebiete vor Cabo da Roca, Cabo de São Vicente sowie in der Straße von Gibraltar gehören zu den meistbefahrenen Seegebieten Europas. Beim Queren ist besondere Aufmerksamkeit erforderlich; die internationalen Kollisionsverhütungsregeln sind strikt einzuhalten.

Nach Rundung des Cabo de São Vicente ändert sich der Charakter des Reviers deutlich. Die Südküste Portugals (Algarve) steht bereits unter mediterranem Einfluss: Die Bedingungen sind insgesamt ruhiger, die Dünung nimmt ab, und die Navigation wird einfacher.

Zudem ist die Hafeninfrastruktur dichter und moderner ausgebaut, die Zufahrten sind in der Regel unkomplizierter als an der Westküste.

Entlang der Südküste ist auf fest installierte Fischfanganlagen zu achten, die sich teilweise mehrere Seemeilen rechtwinklig zur Küste ins Meer erstrecken und erhebliche Gefahren für Propeller und Ruder darstellen können.

Die Algarve zählt zu den meistbesuchten Wassersportrevieren Europas. In der Hochsaison sind Marinas stark ausgelastet, eine rechtzeitige Reservierung von Liegeplätzen ist empfehlenswert.

Besonders reizvoll sind die geschützten Naturgebiete, etwa die Lagunenlandschaft der Ria Formosa bei Faro und Olhão oder der Grenzfluss Guadiana mit ruhigen Ankerplätzen. Auch der weiter östlich gelegene Guadalquivir bietet interessante Fahrmöglichkeiten weit ins Landesinnere.

In diesen Revieren ist jedoch eine sorgfältige Navigation erforderlich, da Untiefen, Versandungen und Tidenströmungen eine wichtige Rolle spielen.

Besonderheiten

Orca Interaktionen

Seit einigen Jahren kommt es vor der Atlantikküste der Iberischen Halbinsel – insbesondere vor der Westküste Portugal sowie im Bereich der Straße von Gibraltar – wiederholt zu Interaktionen zwischen Orcas und Segelyachten. Die Tiere zeigen dabei ein auffälliges Verhalten, bei dem sie gezielt das Ruder oder Heck von Booten anstoßen. In Einzelfällen kam es zu erheblichen Schäden bis hin zum Verlust der Steuerfähigkeit. Die Hintergründe dieses Verhaltens sind wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt. Es handelt sich nach aktuellem Kenntnisstand nicht um aggressives Verhalten gegenüber Menschen, sondern um ein vermutlich spielerisches oder erlerntes Verhalten einzelner Tiere.

Für Skipper ergeben sich daraus folgende Empfehlungen:

  • Aktuelle Warnmeldungen (Ampelsystem) und Sichtungen vor Törnbeginn prüfen (z. B. über offizielle Stellen oder Revierdienste)
  • Besonders betroffene Seegebiete – vor allem zwischen Nordportugal und der Straße von Gibraltar – möglichst umfahren
  • Bei einer Begegnung Geschwindigkeit reduzieren und das Boot möglichst ruhig halten
  • Keine aktiven Abwehrmaßnahmen ergreifen, die Tiere weder reizen noch verfolgen
  • Behörden oder Küstenfunkstellen über Vorfälle informieren

Inzwischen existieren regionale Melde- und Informationssysteme wie zum Beispiel Orca Iberica , die aktuelle Sichtungen dokumentieren und zur Routenplanung herangezogen werden können.

Bei der Einreise auf dem Seeweg aus Nicht-EU-Staaten, beispielsweise aus Gibraltar, sind die Zoll- und Einreiseformalitäten in einem dafür vorgesehenen Hafen abzuwickeln. Bis zur Freigabe durch die Behörden ist die Q-Flagge zu setzen.

Marinas in diesem Revier

Marina
Bojenfeld
Ankerplatz
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Marina

Marina de Portimão

Portimão ist heute mit 45.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Algarve. Im Zentrum liegen die im 18. Jh. neu errichtete Hauptkirche mit gotischem Portal und Barockaltar sowie die Jesuitenschule, in deren geräumigem Kirchenschiff Haupt- und Seitenaltäre durch Talha-Dourada-Schnitzwerk aus dem 18. Jh. glänzen. In der angenehm schattigen Grünanlage Largo 1 de Dezembro sind die Kacheln der Parkbänke mit Motiven aus der portugiesischen Geschichte bemalt. Rund zwei Kilometer westlich von Portimão kann man am Felsenstrand Praia da Rocha bizarre Sandsteinformationen bewundern.
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Marina

Marina de Albufeira

Trotz der beachtlichen touristischen Entwicklung konnte sich die Altstadt mit ihren weißen Häusern viel von ihrem Charme erhalten. Abseits der Einkaufsstraßen finden sich immer noch stille Ecken. In der Nähe des Felsabhangs, auf dem die Altstadt thront, liegt die sehenswerte Kapelle São Sebastião, die im 18. Jh. ihre heutige Gestalt erhielt. Sie hat ein barockes Hauptportal und ein manuelinisches Seitenportal, das aus dem 16. Jh. stammt. Angeschlossen ist ein kleines Museum für sakrale Kunst. Zu empfehlen ist auch ein Besuch des Museu Municipal de Arqueologia, das u. a. Funde aus vorgeschichtlicher, römischer und islamischer Zeit zeigt.
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Marina

Marina da Póvoa

Ein besonderes Erlebnis ist am Freitagmorgen im Ortsviertel Bairro der Markt, wo man den Fischern beim Flicken der Netze und beim Ausladen ihres Fanges zusehen kann. Lohnend ist auch ein Ausflug in das benachbarte Vila do Conde mit seinem Wahrzeichen, einem sehr gut erhaltenen Aquädukt aus dem 18. Jh. Das gemütliche alte Ortszentrum um die spätgotisch-manuelinische Pfarrkirche Igreja Matriz do São João Baptista spiegelt den früheren Glanz des Ortes als Zollstation im 15./16. Jh. wider.
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Marina

Porto de Lisboa

Den Besucher wird vor allem das Farbenspiel der portugiesischen Hauptstadt begeistern: Bunte Häuserfassaden, rote Dächer, gelbe altertümliche Trambahnen, wohin man blickt. Am Hang zwischen Tejo und Burg liegt das Altstadtviertel Alfama, in dessen Labyrinth aus krummen Gassen und Treppen das maurische Erbe zu spüren ist. Hier befindet sich auch die Kathedrale Sé Patriarcal, kurz Sé genannt, ein wehrhafter romanischer Bau mit zwei zinnengekrönten Türmen. Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Lissabon ist der sechsstöckige Fahrstuhl Elevador de Santa Justa im neugotisch-maurischen Stil, der die Baixa (Unterstadt) mit dem Bairro Alto (Oberstadt) verbindet. Im Vorort Belém kann man das weltberühmte Kloster Mosteiro dos Jerónimos und das Seefahrerdenkmal Padrão de Descobrimentos besichtigen.
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Marina

Marina de Vilamoura

In der Nähe der Marina entdeckte man 1963 eine römische Ruinenstätte, in der Reste von Häusern, Bädern und Mosaiken zu besichtigen sind. Sehr lohnenswert ist ein Ausflug zur kleinen Kirche São Lourenço de Matos in der Nähe von Almansil, die zu den schönsten Kulturschätzen der Algarve zählt. Hinter der schlichten Fassade des weiß getünchten Baus wird der Besucher geradezu überwältigt von dem mit blau-weiß bemalten Kacheln (azulejos) ausgeschmückten einschiffigen Innenraum und dem überbordenden Altar mit vergoldetem Schnitzwerk. Unterhalb der Kirche befindet sich ein Kulturzentrum.
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Marina

Marina da Nazaré

Einmalig ist die Lage des Ortes am Fuß des Sítio-Berges, zu dem eine Standseilbahn hinauf führt. In der Nähe gibt es zwei von schönen Felsformationen eingerahmte Badebuchten. Rund 10 km landeinwärts kann man Portugals größtes Kloster besichtigen. Das im 12. Jh. für 999 Zisterzienser-Mönche angelegte Mosteiro de Alcobaça wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. In seiner frühgotischen Kirche erinnern zwei prunkvolle Sarkophage an das Liebesdrama zwischen dem späteren König Pedro I. (1320-1367) und seiner kastilischen Geliebten Inês de Castro.
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Marina

Marina de Sines

In der Geburtsstadt des berühmten Entdeckers und Seefahrers Vasco da Gama (ca. 1469-1524) kann man auf dessen Spuren wandeln. Die Burg aus dem 15. Jh. ist mit hoher Wahrscheinlichkeit seine Geburtsstätte. Ein Spaziergang durch das historische Zentrum führt an einigen schönen Kirchen aus dem 15. bis 17. Jahrhundert vorbei, darunter die Taufkirche von Vasco da Gama. Im nahe gelegenen Santiago do Cacém kann man die römischen Ruinen von Miróbriga besichtigen oder etwas außerhalb eine rund einstündige Tour durch den Badoca Safari Park unternehmen, wo man Zebras, Giraffen, Tiger und andere Tiere in freier Wildbahn beobachten kann.
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Marina

Marina de Setúbal

Nahe dem Zentrum von Setúbal erhebt sich Portugals älteste manuelinische Kirche, die ab dem späten 15. Jh. erbaute Igreja de Jesus. Im gotischen Marmorkreuzgang und den ehemaligen Klosterräumen befindet sich das Museu de Setúbal mit großformatigen Tafelbildern alter und neuer Meister. Weite Ausblicke bietet das Fort São Filipe (17. Jh.), in dem eine Pousada untergebracht ist. Das Museum der Arbeit (Museu do Trabalho Michel Giacometti) informiert über Fischerei, ländliche Traditionen und andere Aspekte des Lebens in der Region. Ein lohnender Ausflug führt zur Quinta da Bacalhoa (15. Jh.) rund 12 km westlich von Setúbal. Das Renaissance-Bauwerk begeistert durch seine maurischen Kuppeltürmchen und die kunstvollen Azulejos.
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Marina

Doca de Belém

Von den im berühmten Lissaboner Vorort Belém gelegenen Marinas kann man bequem in wenigen Minuten zu einigen der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt spazieren. Unübersehbar ist das 52 m hohe Denkmal Padrão de Descobrimentos, das die wichtigsten Persönlichkeiten der Entdeckerzeit auf einem Schiffsbug darstellt. Das nahe gelegene Hieronymitenkloster Mosteiro dos Jerónimos de Belém gilt als Portugals Nationaldenkmal Nummer eins. Gemeinsam mit dem 35 m hohen Torre de Belém wurde es von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Es ist das Paradebeispiel des heiter-dekorativen manuelinischen Baustils, benannt nach König Manuel I., in dessen Regierungszeit (1495-1521) die wichtigsten überseeischen Entdeckungen fielen.
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Marina da Ribeira

Peniche liegt auf einer windigen Halbinsel mit bizarren Felsformationen. In der Nähe des Zentrums erhebt sich ein Fort aus dem 16. Jh., das während der Diktatur als Gefängnis für Regimegegner diente und heute ein Museum beherbergt. Die rund 12 km entfernten Berlenga-Inseln sind ein Paradies für Taucher und andere Wassersportler. Eine Wanderung um die größte dieser Inseln führt durch seltene Flora und ein Vogelschutzgebiet, an Fischerhäusern, Schluchten, Tunneln und einem Leuchtturm vorbei. Unterhalb der Festung Fortaleza de São João Baptista (1655) stößt man auf die Blaue Grotte.
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Marina de Viana do Castelo

Die zentral gelegene Praça da República ist einer der malerischsten mittelalterlichen Plätze Portugals. Besonders eindrucksvoll sind der elegante dreischalige Renaissancebrunnen (1553) und das aus Granitquadern errichtete, zinnengekrönte alte Rathaus. Die Igreja da Misericórdia (16. Jh.) und die Igreja de São Domingos (1566-75), nördlich und östlich der Praça gelegen, sind ebenfalls einen Besuch wert. Für prächtige Weitblicke empfiehlt sich die Fahrt mit der Standseilbahn (elevador) zur Wallfahrtskirche auf den 226 m hohen Monte de Santa Luzia.
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Marina do Freixo

Einmalig ist schon die Lage der alten Handelsstadt. Ihr historischer, von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärter Kern mit seiner bunten Häuserfront dominiert das steile rechte Mündungsufer des von sechs Brücken überspannten Rio Douro. Auf dem 70 m hohen Granithügel Pena Ventosa erhebt sich die Sé, die Kathedrale von Porto. Sehr eindrucksvoll ist der gewaltige, dreischiffige Innenraum mit romanisch-gotischen Arkaden. Einen wunderbaren Ausblick über die Stadt hat man, wenn man im barocken Gotteshaus Igreja de São Pedro dos Clérigos den Kirchturm erklimmt. Er ist Portugals höchster und misst 76 Meter.
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Marina de Cascais

Am schönsten präsentiert sich Cascais bei einem Streifzug durch die Gassen der Altstadt und einem Bummel zum Ufer mit der Zitadelle. In einer Parkanlage nahe dem Zentrum liegt das Museum des Meeres, das an die Zeiten erinnert, als der Ort noch ein Fischerdorf war. An der felsigen Küstenlinie entstand 1868 der Leuchtturm Santa Marta, der im Laufe der Zeit mehrmals verändert und modernisiert wurde. Einige Räume der Anlage dienen heute als Museum, und von der Terrasse hat man einen schönen Ausblick auf die Marina.
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Marina de Lagos

Die wichtigste Attraktion von Lagos liegt zwei Kilometer südwestlich des Zentrums: Die eindrucksvolle Grotten- und Felsformation Ponta da Piedade. Im rot-gelblichen Fels klaffen Löcher und Höhlungen, die das grünblaue Meer ausgewaschen hat. Die Küste ist an dieser Stelle ein Paradies für Angler, Schnorchler und Taucher. Aber auch der Ort selbst hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten: Die Kirche Santo António ist eine der hübschesten der Algarve und bietet einen Einblick in die fantastische Welt des portugiesischen Barock. Ihr goldüberzogener Hauptaltar hat das Erdbeben von 1755 überstanden, der Rest wurde nach den Zerstörungen ebenso prunkvoll wieder hergerichtet.
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Porto de Recreio de Oeiras

Wenige Kilometer westlich von Oeiras liegt das bekannte Seebad Estoril, das während des Zweiten Weltkriegs Anlaufstelle für Flüchtlinge, Spione und auch abgesetzte Monarchen aus diversen Ländern war. Estoril verfügt über das angeblich größte Spielcasino Europas. Außer Roulette und Spielautomaten bietet es Shows, Konzerte und Ausstellungen. An der Uferstraße liegt das Postamt mit einer Dauerausstellung über Flucht und Exil (Espaço Memória - Raum der Erinnerung).
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Wissenswertes

Regeln und Bestimmungen für Portugal

Sicherheitsausrüstung

Für Sportboote gelten in Portugal Ausrüstungsvorschriften, die sich nach Bootstyp, Größe und Fahrtgebiet richten. Auch für ausländische Boote kann es erforderlich sein, die im jeweiligen Revier üblichen Sicherheitsstandards einzuhalten. Skipper sollten daher sicherstellen, dass die Ausrüstung nicht nur den Vorschriften des Heimatlandes entspricht, sondern auch den Anforderungen des geplanten Fahrtgebiets.Ein gute Unterstützung bei der Zusammenstellung der geeigneten Sicherheitsausrüstung bietet die Übersicht "Empfohlene Mindest- und Sicherheitsausrüstung für Boote und Yachten".

Versicherung

Für Motorboote sowie für Segelyachten ab einer bestimmten Größe (in der Praxis meist ab etwa 7 m Länge) ist eine Haftpflichtversicherung vorgeschrieben. Unabhängig davon verlangen viele Marinas und Hafenbehörden einen entsprechenden Nachweis. Eine ausreichend hohe Deckungssumme wird dringend empfohlen.. Auch der ADAC bietet entsprechende Versicherungen, Mitglieder des ADAC und Inhaber des Internationalen Bootsscheins vom ADAC bekommen Vergünstigungen auf die Versicherungspremie.

Personaldokumente

EU-Bürger benötigen für die Einreise einen gültigen Personalausweis oder Reisepass. Bei der Einreise auf dem Seeweg aus Nicht-EU- oder Nicht-Schengen-Staaten sind die vorgeschriebenen Einreise- und Zollformalitäten zu beachten.

Besondere Bestimmungen für Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche benötigen ein eigenes gültiges Ausweisdokument. Bei Reisen ohne beide Sorgeberechtigte kann zusätzlich eine Einverständniserklärung erforderlich sein.

Umsatzsteuer für Boote innerhalb der EU

Der steuerliche und zollrechtliche Status eines Bootes sollte jederzeit nachvollziehbar dokumentiert sein. Dies gilt insbesondere bei Booten mit Drittlandsbezug oder nach Einreisen aus Nicht-EU-Staaten. Geeignete Nachweise sind beispielsweise Kaufverträge, Rechnungen oder Einfuhrdokumente.

Sportbootführerscheine

Der Skipper muss im Besitz eines im Heimatland gültigen Befähigungsnachweises für das geführte Boot sein und diesen im Original mitführen. Je nach Ausrüstung kann zusätzlich ein entsprechendes Funkzeugnis erforderlich sein.

Schiffspapiere

Für Sportboote sind gültige Registrierungsunterlagen mitzuführen. Als Eigentums- und Registrierungsnachweis wird beispielsweise der Internationale Bootsschein (IBS) vom ADAC anerkannt.

Kfz-Papiere

Bei der Anreise auf dem Landweg sind Führerschein und Zulassungsbescheinigung mitzuführen. Die Kfz-Haftpflichtversicherung eines in der EU zugelassenen Fahrzeugs ist in Portugal grundsätzlich gültig. Ein Versicherungsnachweis (z. B. Grüne Karte) wird empfohlen.

Haustiere

Für Hunde, Katzen und Frettchen ist ein EU-Heimtierausweis mit gültiger Tollwutimpfung erforderlich. Zudem müssen die Tiere mittels Mikrochip (oder lesbarer Tätowierung) gekennzeichnet sein. Bei Einreise aus Nicht-EU-Staaten können zusätzliche Anforderungen gelten.