Spanien

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Das Königreich auf der Iberischen Halbinsel bietet Wassersportlern eine große Bandbreite an Revieren. Die Atlantik- und Mittelmeerküste sowie die Balearen eröffnen vielfältige Möglichkeiten für Segler und Motorbootfahrer.

Spaniens Nordküste

Die Nordküste Spaniens an der südlichen Biskaya verfügt über zahlreiche Häfen, jedoch nur wenige reine Marinas. Das Revier gilt als anspruchsvoll: Bei starkem Schwell kann das Anlaufen insbesondere kleinerer Häfen schwierig bis gefährlich werden. Unter stürmischen Wetterbedingungen ist der Küstenabschnitt zwischen A Coruña und Cabo Fisterra mit Vorsicht zu befahren. Die Region trägt nicht ohne Grund den Namen Costa da Morte.

Bei guten Bedingungen bietet die Küste jedoch ein abwechslungsreiches Revier mit zahlreichen Buchten und markanter Landschaft. Entlang der südlichen Atlantikküste ist auf die traditionellen Almadraba-Fanganlagen zu achten, die sich weit seewärts erstrecken können. Südlich von Cádiz können in der Straße von Gibraltar starke Beschleunigungseffekte des Windes sowie ausgeprägte Tidenströme auftreten. Das Verkehrstrennungsgebiet ist strikt zu beachten; dichter Berufs- und Marineverkehr ist üblich. Beim Anlaufen von Gibraltar sind die Einreise- und Hafenformalitäten über die jeweilige Marina zu erledigen.

 

Mittelmeerküste

Die spanische Mittelmeerküste entlang der Costa Brava, Costa Daurada, Costa del Azahar und Costa Blanca ist gut erschlossen und bietet zahlreiche Häfen und Marinas mit überwiegend hohem Standard bei Infrastruktur, Versorgung und Service. Trotz der großen Kapazitäten empfiehlt es sich in der Hauptsaison, Liegeplätze vorab anzufragen.

Auch an der Costa del Sol stehen viele Marinas zur Verfügung, darunter große Anlagen mit umfangreicher nautischer Infrastruktur.

Balearen

Die Balearen zählen zu den am besten erschlossenen Wassersportrevieren im Mittelmeer. Die Dichte an Häfen und Serviceeinrichtungen ist hoch, dennoch kommt es in den Sommermonaten regelmäßig zu Engpässen bei Liegeplätzen. Eine frühzeitige Planung oder Reservierung ist daher ratsam.

Mallorca ist sowohl touristisch als auch nautisch hervorragend entwickelt. Neben einer großen Zahl an Häfen bietet die Insel zahlreiche geschützte Buchten und Ankerplätze. Beim Ankern sind die Schutzbestimmungen für Posidonia-Seegraswiesen zu beachten; in ausgewiesenen Bereichen ist das Ankern unzulässig.

Menorca verfügt über landschaftlich reizvolle Häfen, in den Stadthäfen ist das Serviceangebot teilweise eingeschränkt. Ibiza und Formentera bieten ebenfalls viele Ankerbuchten sowie gut ausgebaute Häfen.

Marinas in diesem Revier

Marina
Bojenfeld
Ankerplatz
Der Club Nautic L'Escala
Marina

Club Náutic L'Escala

Der Club Náutic LEscala ist ein ruhiger Hafen im Süden des Golfs von Roses an der Costa Brava (Spanien), nur 50 km von der französischen Grenze und 150 km von Barcelona entfernt. Diese privilegierte Lage ermöglicht einen einfachen Zugang - sowohl auf dem Seeweg als auch auf dem Landweg, per Zug oder Flugzeug, was ihn ideal für Segler aus ganz Europa macht.   Ausstattung und Liegeplätze Mit 957 Liegeplätzen für Boote bis zu 22 Metern Länge bietet der Club alle notwendigen Hafendienste für einen komfortablen und angenehmen Aufenthalt. Neben den Hafeneinrichtungen ist der Club Nàutic lEscala eine perfekte Grundlage, um das reiche touristische Angebot der Region Empordà zu erkunden, die für ihr historisches Erbe, ihre Landschaften und ihre Gastronomie bekannt ist. Der Club verfügt über ein Team von Fachleuten, die den Seglern während ihres Aufenthalts zur Verfügung stehen und Informationen über die Hafendienste und die Umgebung bereitstellen.   Hafenumgebung Der Hafen ist von Naturlandschaften umgeben und bietet eine ideale Umgebung für Familien und Aufenthalte das ganze Jahr über, besonders aber zwischen März und Oktober. Der Club Nàutic LEscala organisiert auch eine Vielzahl von Aktivitäten und Veranstaltungen, wie Angeltage, Regatten und gesellschaftliche Treffen für Segel-, Kreuzfahrt-, und Ruderfreunde, um eine aktive und dynamische Gemeinschaft zu fördern. Mit einer privilegierten Lage und einem Engagement für Exzellenz ist der Club Nàutic LEscala der ideale Ort für Liebhaber des Meeres und der Seefahrt im Mittelmeer. Nachfolgend findest du die wichtigsten Informationen über den Hafen und die angebotenen Dienstleistungen.   Buchung Direkt zur Liegeplatzbuchung
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Marina

Club Nàutic Cambrils

Trotz der großen Hotels und Appartementanlagen konnte sich Cambrils noch etwas von der Atmosphäre eines Fischerdorfes bewahren. Das Städtchen glänzt mit guten Fischrestaurants.
Marina Port Premiá
Marina

Marina Port Premiá

Die Marina Port Premià ist ein moderner mediterraner Yachthafen, der nur 20 Minuten (rd. 25 Kilometer) nördlich von Barcelona liegt und 600 Liegeplätze in einer privilegierten Lage direkt am Meer bietet. Mit einer durchschnittlichen Auslastung von 95 % ist er ein wichtiger Zwischenstopp für Segler zwischen Südfrankreich und den Balearen. Der Yachthafen verbindet hochwertige nautische Dienstleistungen mit einem lebhaften Einkaufs- und Gastronomiebereich und zieht jährlich zwischen 1,8 und 2 Millionen Besucher an.   Liegeplätze und Ausstattung Der Hafen bietet vollständig ausgestattete Liegeplätze für Boote mit bis zu 30 Metern Länge, rund um die Uhr verfügbaren Services, wie Wasser, Strom, Duschen, Wäsche, Wlan und Parkplätzen. Rund um die Marina finden sich zahlreiche Geschäfte, Restaurants und Freizeiteinrichtungen direkt am Mittelmeer. Das macht die Marina zum perfekten Reiseziel am Meer - für Bootsfahrer und Besucher gleichermaßen. 
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Marina

Puerto de Roses

Von der Burg Castillo de Trinidad südöstlich des Hafens (17. Jh.) sind zwar nur noch Ruinen erhalten, jedoch lohnt sich der Aufstieg allein wegen der wunderbaren Aussicht vom Mirador del Puig Rom auf der Spitze des Hügels. Auch von der Festung Ciutadella (16. Jh.), die sich auf einer Anhöhe westlich der Altstadt erhebt, sind nur noch drei Bastionen und das Ausfalltor Porta de Mar übrig. Allerdings befindet sich hier ein interessantes stadthistorisches Museum. Zwischen den beiden Festungsruinen liegt die Altstadt mit ihren engen, kopfsteingepflasterten Gassen und der Strandpromenade. Lohnende Ausflugsziele sind der mittelalterliche Ort Castelló dEmpúries mit seiner großen Basilika sowie das weltberühmte, weiße Künstlerdorf Cadaqués, das vor allem mit dem Namen Salvador Dalís verknüpft ist.
Port més entorn
Marina

Club Nàutic Estartit

Club Nàutic Estartit – Moderne Marina an der Costa Brava mit Blick auf die Medes-Inseln Club Nàutic Estartit ist eine vollständig renovierte und moderne Marina in einer der schönsten Regionen der Costa Brava, direkt gegenüber dem Naturreservat der Medes-Inseln . Mit über 640 Liegeplätzen für Boote bis 45 Meter Länge bietet der Hafen erstklassige Einrichtungen, umfassende technische Unterstützung und Premium-Services für Dauerlieger und Gastskipper. Dank seiner Lage im Naturpark Montgrí ist Club Nàutic Estartit das perfekte Tor zu einem der spektakulärsten Segel- und Tauchgreviere im Mittelmeer . Nachhaltigkeit, exzellenter Kundenservice und höchster Komfort stehen im Mittelpunkt, wodurch die Marina ideal für nautischen Tourismus, Sportsegeln und Langzeitaufenthalte ist. Die Hauptattraktion von Estartit liegt unter der Wasseroberfläche rund um die vorgelagerten Medes-Inseln. Vor allem die Riffe um die größte Insel Meda Gran sind für ihre bizarren Formen und ihre bunten Meeresbewohner bekannt. Nicht-Taucher können die Unterwasserwelt von Glasbodenbooten aus erleben. Wenige Kilometer landeinwärts liegt Torroella de Montgrí mit seiner weithin sichtbaren Burg (Castell de Montgrí) aus dem 13. Jh., von der man einen herrlichen Ausblick hat. In den engen Gassen des Ortes begegnet man einigen Stadtpalästen aus der Renaissance, und am Nordrand der Altstadt steht die gotische Pfarrkirche Sant Genís.   Videos und weiterführende Links   Vorstellung des Club Náutic Estartit auf Youtube
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Marina

Puerto de Alcudiamar

Der historische Kern Alcúdias ist fast vollständig von einer mittelalterlichen Stadtmauer umschlossen. Adrett restaurierte Häuser in Natursandstein und Pastell, verwinkelte Gassen, das Renaissance-Rathaus mit seinem auffälligen Glockenturm und die Bürgerhäuser an der Plaça Constitució bilden ein ausgesprochen harmonisches Ensemble. Außerhalb Alcúdias kann die Ciutat Romana de Pollentia, die besterhaltene römische Ausgrabung Mallorcas, besichtigt werden. Das Museo Monográfico zeigt sehr schöne Exponate aus dem antiken Pollentia. Am Rand von Port dAlcúdia breitet sich der Naturpark SAlbufeira aus, das größte Feuchtgebiet der Balearen. Zwischen zum Teil verlandeten Lagunen, Sümpfen, Kanälen, Buschwerk und Schilf sind Fischadler, Flamingos, Reiher und Kormorane zu beobachten.
Ansteuerung Port Olympic
Marina

Port Olímpic de Barcelona

Die lebendige Metropole am Mittelmeer verbindet auf reizvolle Weise Großstadtleben und mediterranen Charme, malerische, mittelalterliche Gassen und Prachtboulevards, gotische Kirchen, Jugendstilpaläste, volkstümliche Bars und Szenediskos. Selbst wer wenig Zeit hat, sollte zumindest die Rambles, die berühmte Flaniermeile, und das Barri Gòtic, das älteste Viertel der Stadt, durchstreift haben. Ein Muss ist außerdem der Abstecher in das Jugendstil-Stadtviertel Eixample mit seiner Hauptattraktion, der Kathedrale Sagrada Familia. Sie ist das Wahrzeichen Barcelonas und Lebenswerk Antoni Gaudís (1852-1926).
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Marina

Port Esportiu Tarragona

Die ehemalige römische Provinzhauptstadt liegt auf drei Terrassen an einem Hügel über dem Meer. Schöne Ausblicke auf Stadt und Umland eröffnet der Passeig Arqueològic, ein Spazierweg auf der Stadtmauer mit römischen und mittelalterlichen Abschnitten. Die Kathedrale Santa Maria, 1171 erbaut und 1331 geweiht, gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke Kataloniens und als Beispiel des Übergangs zwischen Romanik und Gotik, ihre Fassade blieb unvollendet. Das archäologische Museum dokumentiert mit wertvollen Fundstücken wie Mosaiken, Skulpturen und Keramik den Glanz des antiken Tarraco.
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Marina

Port d'Aiguadolç

Bereits Ende des 19. Jh. war Sitges ein Pilgerziel für Künstler und entwickelte sich bald zum beliebtesten Seebad an der nördlichen Costa Daurada. 17 Sandstrände, eine palmengesäumte Uferpromenade, eine quirlige Altstadt und eine Reihe von Jugendstil-Villen ziehen Jahr für Jahr Tausende von Besuchern an. Das Museu Palau Maricel präsentiert mittelalterliche Kunst, Gemälde und Bildhauerei aus dem 19. und 20. Jh. sowie eine nautische Ausstellung. Im angrenzenden Museu Cau Ferrat sind Werke katalanischer Jugendstil-Künstler zu sehen.
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Marina

Port Marina Sant Jordi

Am Küstenstreifen um LAmetlla de Mar findet man zahlreiche kleine Buchten, die von Pinien- und Olivenhainen umgeben sind. Der charmante Ort liegt etwas abseits der Hauptreiserouten, sodass sich tatsächlich noch die Atmosphäre eines Fischerdorfes erhalten hat. Am Nachmittag kann man zusehen, wie die Fischerboote im Hafen einlaufen und die Fänge zur Versteigerungshalle transportiert werden. Lohnend ist ein Ausflug in das nahe gelegene Ebro-Delta, eine der bedeutendsten Feuchtlandschaften Europas mit Lagunen, Sandbänken, Marsch- und Sumpfgebieten und ausgedehnten Reisfeldern.
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Marina

Port Torredembarra

Der Ort verfügt noch über ein lebendiges Fischerviertel. Die mittelalterliche Altstadt wird vom Castell de Santa Clara (12. Jh.) beherrscht, das im 16. Jh. im Renaissancestil erneuert wurde. In der Kirche St. Pere (1680) gibt es eine barocke Orgel zu sehen.
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Marina

Port el Masnou

Die Hauptattraktion der Region ist natürlich die nahe gelegene katalanische Hauptstadt Barcelona, deren Ausläufer wenige Kilometer südlich von El Masnou beginnen. Ob es die Jugendstil-Fantasien Antoni Gaudís sind, die der Stadt ihren Stempel aufgeprägt haben, die eindrucksvollen Kirchen im Gotischen Viertel, die berühmten Flaniermeilen oder die bedeutenden Museen - Barcelona hat für jeden Besucher und Geschmack etwas zu bieten.
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Marina

Port Esportiu Marina Palamós

Die Altstadt von Palamós mit ihrer gotischen Pfarrkirche Santa Maria del Mar drängt sich auf einer kleinen Landzunge. Über den im 13. Jh. angelegten Hafen wird bis heute Kork in die ganze Welt exportiert, der von den im Hinterland wachsenden Korkeichen gewonnen wird. Die Geschichte der Korkindustrie in der Region ist im Museu del Suro im nahe gelegenen Palafrugell dokumentiert.
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Marina

Club Nàutic d'Arenys de Mar

In der Rambla, dem sozialen Mittelpunkt dieses Städtchens mit traditionellem Flair, erhebt sich die Santa-Maria-Kirche. Sie besitzt eine Barockfassade sowie einen beeindruckenden Altaraufsatz, der von katalanischen Künstlern geschaffen wurde.
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Wissenswertes

Regeln und Bestimmungen für Spanien

Welche Unterlagen und Dokumente sollen Skipper in Spanien unbedingt mitnehmen?

  • Sportbootführerschein See oder adäquater Befähigungsnachweis je nach Fahrtgebiet
  • gültiger Internationaler Bootsschein des ADAC (IBS) oder anderer Nachweis der Bootsregistrierung
  • Eigentumsnachweis oder bei geliehenen/fremden Booten eine Vollmacht des Eigners
  • Nachweis über den Unionswarenstatus bzw. über entrichtete Einfuhrabgaben oder Mehrwertsteuer (soweit vorhanden und relevant)
  • Versicherungsnachweis über die vorgeschriebene Bootshaftpflichtversicherung
  • Mit einer Sprechfunkanlage an Bord: Sprechfunkzeugnis UBI für die Binnenschifffahrt, SRC oder LRC für die Seeschifffahrt sowie eine Nummernzuteilungsurkunde für das Sprechfunkgerät.

Einreise mit dem Boot nach Spanien

Einreise mit dem Boot auf dem Seeweg

Bei der Einreise über See aus einem Nicht-Schengen-Staat sind die Einreise- und Zollformalitäten zwingend zu erledigen. Vor dem Einlaufen ist die Q-Flagge (Quarantäneflagge) zu setzen. Es ist ein für den internationalen Verkehr zugelassener Hafen (Port of Entry) anzulaufen. Bis zur Freigabe durch die zuständigen Behörden (Polizei, Zoll) darf das Boot nicht verlassen werden.

Bei der Einreise aus einem Schengen-Staat entfallen in der Regel die systematischen Personenkontrollen. Eine Anmeldung kann jedoch je nach Hafen, Herkunftsgebiet oder aktueller Sicherheitslage erforderlich sein, insbesondere gegenüber Hafenbehörde, Guardia Civil oder Zoll.

Einreise mit dem Boot auf dem Landweg

Für die Einreise mit einem Boot auf dem Landweg sind keine ­besonderen Vorgaben zu beachten. Mit einem geliehenen Boot empfiehlt es sich, zusätzlich eine vom Bootseigner ausgestellte Vollmacht mitzuführen. Außerdem ist die Kopie einer gültigen Bootsregistrierung aus dem Heimatland, z.B. der Internationale Bootsschein (IBS) vom ADAC, erforderlich. Der ADAC stellt für Inhaber des Internationalen Bootsscheins vom ADAC eine Vollmacht in fünf Sprachen zur Verfügung. Diese Vollmacht dient nicht nur zum Betrieb des Bootes auf dem Wasser, sondern bereits zu Überführungsfahrten: Download Vollmacht

Zoll und Steuerformalitäten

Für den freien Verkehr in der EU sollte das Boot Unionsware sein oder ordnungsgemäß in die Union eingeführt worden sein. Bei Nicht-Unionsware kommen Zollverfahren wie die vorübergehende Verwendung in Betracht. Ein Nachweis über die entrichtete Mehrwertsteuer (z.B. Kaufrechnung) oder den Unionswarenstatus kann weiterhin sinnvoll sein.

Benötige ich einen EU-Mehrwertsteuernachweis für mein Boot?

Auch wenn die Mehrwertsteuerkontrollen für Boote stark nachgelassen haben, kann ein Nachweis über die entrichtete Mehrwertsteuer für ein Boot von zuständigen Beamten innerhalb der EU verlangt werden. Einen klassischen Beleg stellt z.B. die Erstkaufrechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer für das Boot dar. 

Bootsregistrierung 

Internationaler Bootsschein/IBS

Als offizieller Registrierungsnachweis des Bootes gelten für deutsche Staatsbürger und in Deutschland lebende EU-Bürger die amtlichen Kennzeichen der Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter und das amtlich anerkannte Kennzeichen, der Internationale Bootsschein vom ADAC, der ab sofort online beantragt werden kann. Mit diesem Dokument fahren sie sicher in Spanien. Bitte achten Sie bei Fahrten im Ausland darauf, dass der IBS aktuell gültig ist.

Sportbootführerschein

Für das jeweilige Fahrtgebiet ist ein geeigneter Befähigungsnachweis erforderlich. 

Nach spanischem Recht ist für Segelboote über 6 m Länge sowie für Motorboote mit mehr als 5 m Länge oder mehr als 11,26 kW Motorleistung ein Führerschein erforderlich. Führerscheinfrei sind nur Segelboote bis 6 m sowie Motorboote bis 5 m und bis 11,26 kW, sofern ausschließlich bei Tag und nicht weiter als 2 Seemeilen von einem Hafen, einer Marina oder einem Schutzplatz entfernt gefahren wird; der Schiffsführer muss 18 Jahre alt sein. Für Charterboote unter spanischer Flagge können anerkannte ausländische Führerscheine im Rahmen ihrer in Spanien anerkannten Berechtigungen ausreichen.

Funkzeugnisse

Befindet sich eine Sprechfunkanlage an Bord, muss ein Crewmitglied über den für das Fahrtgebiet erforderlichen Funknachweis verfügen.

Küstengewässer

  • SRC (Short Range Certificate) ›Beschränkt gültiges Funkbetriebszeugnis‹. Gültig für UKW und GMDSS
  • LRC (Long Range Certificate) ›Allgemeines Funkbetriebszeugnis‹. Gültig für GW, KW, UKW, Inmarsat und GMDSS

Binnengewässer

  • UBI (UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk)

Das SRC ist für die spanische Küste ausreichend. Das UBI wird benötigt für die Binnengewässer Spaniens, z.B. Ebro. Außerdem sollten die Unterlagen der Funkanlage, insbesondere Stationslizenz beziehungsweise MMSI-bezogene Dokumente, an Bord sein.

Sicherheitsausrüstung

Grundsätzlich gelten für Sportboote unter deutscher Flagge die in Deutschland gültigen Ausrüstungsvorschriften. Mehr dazu in der Übersicht ›Empfohlene Mindest-­ und Sicherheitsausrüstung für Boote und Yachten‹.

Die Ausrüstungspflichten für Sportboote in Spanien richten sich nach Navigationszonen (Entfernung zur Küste) sowie nach Größe und Antriebsart des Bootes.

Motorisierte Boote und größere Segelboote müssen mit geeigneten tragbaren Feuerlöschern ausgestattet sein. Die Anzahl und Art der Feuerlöscher richtet sich nach Länge und Ausrüstung des Bootes. Für Boote mit geschlossenem Motorraum kann zusätzlich eine fest installierte Feuerlöschanlage vorgeschrieben sein.

Die spanischen Behörden unterteilen das Fahrtgebiet in 7 Zonen, abhängig von der Entfernung zur Küste.

Die detaillierte Aufstellung der erforderlichen Ausrüstungsgegenstände für die jeweiligen Fahrtgebiete finden Sie in den Länderinformationen Tourset BTI E10.

Zonen I II III IV V VI VII
Maximale Entfernung von der Küste in sm unbegrenzt 60 25 12 5 2 geschützte Gewässer
Navigationslichter x x x x x x  
Nationalflagge x x x x x x x
Erste Hilfe Kasten x x x x x x x
Gasdetektor bei vorhandener Gasanlage x x x x x x x
Radarreflektor 1 1 1 1      
Bilgenpumpe 1 elektrisch 1 elektrisch 1 elektrisch x x x x
Pütz 2 2 2 1 1 1  
Bootshaken 1 1 1 1 1 1 1
Festmacher 2 2 2 2 2 2 2
Ankerleine x x x x x x x
Paddel 1 1 1 1 1 1 1
Notpinne (Ausnahme Aussenbordmotoren) 1 1 1 1 1 1  
Blasebalg (nur Schlauchboot) 1 1 1 1 1 1 1
Reparaturkit für Schlauchboot 1 1 1 1 1 1 1

 

 

Zonen I II III IV V VI VII
Maximale Entfernung von der Küste in sm unbegrenzt 60 25 12 5 2 geschützte Gewässer
Fernglas 1 1 1 1      
Magnetkompass 2 2 1 1      
Peilkompass 1 1          
Satellitennavigation (GPS) 1 1          
Aktuelle Seekarten und Revierinfos 1 1 1 1      
Signalspiegel 1 1 1 1 1 1 1
               
               

 

 

Zonen I II III IV V VI VII
Maximale Entfernung von der Küste in sm unbegrenzt 60 25 12 5 2 geschützte Gewässer
NAVTEX 1            
Funkgerät Langwelle (MF/HF) mit low self discharge nach SOLAS            
UKW-Sprechfunk / GMDSS Festeinbau + Handfunkgerät Festeinbau + Handfunkgerät Festeinbau Festeinbau Festeinbau oder Handfunkgerät    
Radarresponder 1 1 oder Handfunkgerät          
Seenotbake (EPIRB) nach SOLAS nach SOLAS nach SOLAS        
Nebelhorn 1 1 1 1 1 1 1
Gasbetriebenes Nebelhorn 1 1          
Flaggenalphabet (mind. C + N) 1 1          
Schallsignalliste 1 1 1 1 1 1 1

 

Zonen I II III IV V VI VII
Maximale Entfernung von der Küste in sm unbegrenzt 60 25 12 5 2 geschützte Gewässer
Rettungswesten (pro Person) 275 Nm 150 Nm 150 Nm 150 Nm 100 Nm 100 Nm 100 Nm
Rettungsinsel (entsprechend der Personenzahl an Bord) x x x        
Rettungsringe 2 1 1 1      
Fallschirmsignalrakete rot 6 6 6 6      
Handfackel rot 6 6 6 6 3 3  
Rauchsignal 1 1 1 1 1 1 1
Gasbetriebenes Nebelhorn 1 1          
Flaggenalphabet (mind. C + N) 1 1          
Schallsignalliste 1 1 1 1 1 1 1

Handfeuerlöscher (ABC)

  • In geschützten Gewässern und bis 2 NM von der Küste entfernt ist kein Feuerlöscher erforderlich.
  • Boote unter 10 m Länge: Boote mit weniger als 10 m Länge mit Außenbordmotor unter 20 kw Leistung benötigen ab 5 NM von der Küste einen tragbaren  Feuerlöscher.
  • Boote ab 10 m Länge: Motorisierte Boote von 10-14,99 m Länge benötigen einen, von 15-19,99 m zwei und von 20-24 m drei tragbare Feuerlöscher Typ 21 B.

Feuerlöschanlage

Boote mit Innenbordmotoren müssen je nach Motorleistung eine festeingebaute Feuerlöschanlage vorweisen können. Die detaillierte Aufstellung zu Feuerlöschanlagen finden Sie in den Länderinformationen Tourset BTI E10. Boote mit benzinbetriebenem Innenbordmotor benötigen unabhängig von der Leistung eine Motorraumentlüftung. Wenn die elektrische Anlage an Bord eine Spannung von mehr als 50 V hat, ist ein ABC-Feuerlöscher erforderlich.

Signalpistole

Für eine Signalpistole und die zugehörige Munition ist der ›Europäische Feuerwaffenpass‹ erforderlich. Die Munition ist beim Transport getrennt von der Waffe aufzubewahren.

Wie bewahre ich eine Signalpistole auf?

Beim Transport ist die Munition von der Waffe getrennt aufzubewahren. Sie muss an Bord grundsätzlich unter Verschluss gehalten werden.

Anmeldung von Signalpistolen

Beim Grenzübertritt über Land und See muss die Signalpistole nicht schriftlich deklariert werden. Es ist jedoch ratsam, eine Signalpistole mündlich den Grenzbeamten vor einer möglichen Kontrolle zu melden.

Seefunkanlage

Aus Gründen der Sicherheit ist eine Seefunkanlage an Bord zu empfehlen. Das Betreiben einer See-­ oder Binnenfunkanlage setzt die Anmeldung bei der Bundesnetzagentur voraus. Ohne Genehmigung darf keine Funkanlage betrieben werden. Die nach der Verordnung Funk international anerkannte Urkunde der  Nummernzuteilung (ehemals Frequenzzuteilung) wird auf Antrag von der Bundesnetzagentur erteilt. Im Boot eingebaute nautische Funkgeräte, die der Navigation, der Sicherheit und der Verbindung zwischen Schiff­-Land und Schiff­-Schiff dienen, unterliegen bei der Einfuhr über See und Land keinen Beschränkungen, wenn die Geräte in den Schiffs­papieren eingetragen sind. 

Weitere Wassersportarten

Wasserski in Spanien

Wasserski und das Schleppen von Wassersportgeräten sind nur in dafür geeigneten oder freigegebenen Bereichen zulässig.

  • ausreichender Abstand zur Küste und zu Badezonen ist einzuhalten
  • neben dem Schiffsführer muss sich eine zweite Person an Bord befinden
  • Wassersportler müssen eine geeignete Schwimmhilfe tragen
  • Die genauen Regelungen können regional unterschiedlich sein.

 

Wichtig! Beim Wasserskifahren oder dem Schleppen von Wassersportgeräten muss immer ein nautisches Befähigungszeugnis (SBF See oder Binnen) vorliegen.

 

Umwelt- und Gewässerschutz

Jede Gewässerverunreinigung ist verboten. Es besteht auf den gesamten Seeuferanlagen sowie an den Kaianlagen und Molen das Verbot, Bilgenwasser abfließen zu lassen und Abfälle jeder Art, Gegenstände, Flüssigkeiten, Schutzmaterial oder Sonstiges zu entsorgen. Vor dem Einsatz des Wassersportfahrzeugs ist das Unterwasserschiff umweltschonend an Land  zu reinigen. Sondermüll muss in dafür vorgesehenen Sammelbehältern entsorgt werden. Respektieren Sie geschützte Gebiete und beachten Sie ausgewiesene Fahrverbote zum Schutz von Tier und Natur.

Naturschutzgebiete/Nationalparks

Das Befahren von Nationalparks ist genehmigungspflichtig. Maximal 50 Boote dürfen pro Tag in diese geschützten Gebiete einfahren. Ankern ist verboten, die vorhandenen Moorings sind zu benutzen. Landgänge sind nur am Hauptkai erlaubt, an dem mit dem Dinghi angelegt werden darf. Fischen ist verboten, Tauchen nur an ausgewiesenen Stellen erlaubt. Sportboote, die mit Toiletten ausgestattet sind, müssen ein  Rückhaltesystem (Fäkalientank) mit entsprechender Entlüftung und Ablassvorrichtung vorweisen können.

Verkehrsvorschriften

Es gelten die allgemeinen Fahr- und Ausweichregeln gemäß den Kollisions­verhütungsregeln (KVR).

Geschwindigkeit

An der spanischen Küste beträgt die Höchstgeschwindigkeit innerhalb der 250-m-Zone 5 Knoten, in den Häfen 3-5 Knoten.

Versicherungen

Eine Bootshaftpflichtversicherung ist für Freizeitboote zwischen 2,5 m und 24 m Länge mit bis zu 12 Passagieren vorgeschrieben.

Die Mindestdeckungssumme der Wassersport-Haftpflichtversicherung beträgt in Spanien für Sachschäden 96.162 € und für Personenschäden pro Unfallopfer 120.202 € mit einer Obergrenze von 240.405 € pro Unfall.

Auch der ADAC bietet entsprechende Versicherungen an. Mitglieder des ADAC und Inhaber des Internationalen Bootsscheins (IBS) vom ADAC erhalten Vergünstigungen auf die Versicherungsprämie.

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Verfügbar ab 24.04.2026 · 6 Tage
ab 1.819,00 €Details
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Segelboot

Yatlant 24

Baiona
2000 · 1 Kabine · 6 Kojen  
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Segelboot

Hanse 315

Baiona
2017 · 2 Kabinen · 6 Kojen  
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Segelboot

Hanse 415

Baiona
2017 · 3 Kabinen · 8 Kojen  
Verfügbar ab 24.04.2026 · 6 Tage
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Segelboot

Dufour 460 Grand Large

Denia
2020 · 5 Kabinen · 5 Kojen  
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